Lohnkostenzuschuss: Bilanz im Kreis noch ausbaufähig
Budget: Arbeitgeber erhalten bis zu 70 % bei der Beschäftigung behinderter Menschen - Möglichkeiten stärker nutzen.
WZ. Westerwaldkreis: Für behinderte Menschen ist die Teilhabe am Arbeitsleben besonders wichtig. Deshalb erweiterte das Land Rheinland-Pfalz vor fünf Jahren die Fördermöglichkeiten und schuf als erstes Bundesland das Budget für Arbeit. Dieses Instrument soll Menschen mit einer Beeinträchtigung vor allem den Übergang von Werkstätten für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Dabei erhält der Arbeitgeber vom zuständigen Sozialhilfeträger 70 % der Bruttolohnkosten als dauerhaften Zuschuss. In der Anfangsphase wird darüberhinaus eine zusätzliche Betreuungsleistung finanziert. Das Forum Soziale Gerechtigkeit hat die Beteiligten im Kreis befragt und kommt zu einer positiven, aber noch ausbaufähigen Bilanz.
Einer der Hauptakteure im Bereich der Vermittlungins Budget für Arbeit sind die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. "Insgesamt sieben Werkstattbeschäftigte aus dem Westerwaldkreis konnten bisher mit Unterstützung unserer Integrationsabteilung Viweca im Rahmen einer individuellen beruflichen Eingliederung und Qualifizierung ins Budget für Arbeit vermittelt werden", berichtet Geschäftsführer Erwin Peetz. Es seien insbesondere leistungsstärkere Werkstattbeschäftigte, die sich für diese Möglichkeiten der Viweca interessieren.
Nach mehreren internen und externen Praktika, Schulungen in der Viweca sowie der Erprobung auf Aussenarbeitsplätzen wechselt der Werkstattbeschäftigte Sascha Bertagnol aus Guckheim ins Budget für Arbeit. Arbeitgeber ist ein Seniorenheim in Ransbach-Baumbach. Roland Fleck, Leiter der Viweca, beschreibt die Bereitschaft zur Einstellung von behinderten Menschen im Westerwaldkreis insgesamt als groß. Das Spektrum der Einsatzfelder sei vielfältig. "Öffentliche Arbeitgeber, produzierendes Gewerbe oder Dienstleister wie Busunternehmen oder Versicherungsbüros bieten Praktikums- und Arbeitsplätze an". Der Geschäftsführer der AWO-Gemeindepsychiatrie, Frank Kröller bedauert, dass die Entscheidungsdauer für die Genehmigung des Budgets im Einzelfall oft zu lang sei. Das Sozialforum wird im ersten Halbjahr 2012 in einem öffentlichen Fachgespräch die Erfahrungen mit dem Budget für Arbeit auf Kreisebene auswerten.
13.07.2011
Forum hat das Wohl der Schwachen im Blick
Vielfältiges Programm für zweites Halbjahr präsentiert
WZ.Westerwaldkreis: Das Forum Soziale Gerechtigkeit im Westerwaldkreis warnt vor einem weiteren Auseinandertriften der Gesellschaft, vor einer weiteren Ungleichverteilung der Einkommen. Das Programm des Forums für das zweite Halbjahr beginnt am 16. Juli mit einer ganztägigen Bahnfahrt nach Trier zur vielbeachteten Ausstellung "Armut - Perspektiven in Kunst und Gesellschaft" besucht. Eine Fülle hochkarätiger Gemälde und Skulpturen gibt Auskunft über unterschiedliche Sichtweisen auf Armut und Arme in Europa. Der Kostenbeitrag für Fahrt und Eintritt beträgt 15 Euro.
In zwei Veranstaltungen beschäftigt sich das Forum auch mit der Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft und des Sozialsystems. Am Montag, 15. August, 18 Uhr, wird Dr. Sabine Reiner vom VerDi- Bundesvorstand die Studie "Sozial-ökologischer Umbau statt pauschaler Wachstumskritik" vorstellen. Gastgeber ist dabei das Bildungswerk der hessischen Wirtschaft in Montabaur.
Das Thema "Ein anderer Kapitalismus ist möglich" steht am Mittwoch, 23. November, um 20 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Westerwald / Rhein-Lahn an. Dr. Thomas Wagner vom Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik in Frankfurt macht dazu im Forum St. Peter in Montabaur Vorschläge im Rahmen der katholischen Soziallehre.
Am Donnerstag, 15. September, wird dann erstmals zu einem Westerwälder Sozialstammtisch eingeladen. Gastgeber um 18 Uhr ist die Gemeindepsychiatrie Westerwald-Eifel GmbH in Selters. Hier soll auch über die Weiterentwicklung des Forums Soziale Gerechtigkeit nachgedacht werden.
Mit der Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung im Westerwald beschäftigt sich ein Fachgespräch am Donnerstag, 6. Oktober. Dabei sollen Fachleute und Kommunalpolitiker mit Betroffenen, Angehörigen und weiteren Interessenten ins Gespräch kommen. Tagungsort ab 18 Uhr ist dann das Cafe' Vogelhaus in Montabaur, in dem auch psychisch beeinträchtigte Menschen beschäftigt sind.
Eine ganztägige Pflegerundreise zu fünf verschiedenen Einrichtungen und Organisationen im gesamten Westerwaldkreis beendet das Programm am Mittwoch, 14. Dezember. Dabei sollen ein Pflegestützpunkt, ein ambulanter Pflegedienst, je eine Wohngruppe und ein Pflegeheim sowie eine Ausbildungsstätte für Altenpfleger besucht werden.
Weitere Infos zum "Forum Soziale Gerechtigkeit" bei Uli Schmidt, Horbach. E-Mail:
06.07.2011
Dem Leben eine Perspektive geben
AWO bereitet schwer vermittelbare Menschen auf geregeltes Berufsleben vor
WZ.Bad Marienberg: Gleich drei Erfolgsmeldungen aus dem betreuten Wohnen der AWO iun Bad Marienberg: Neue Arbeitgeber von drei Bewohnern der AWO sind die Firmen Ebener und Neeb sowie die Stadt Bad Marienberg.Frank Kröller, Geschäftsführer, lobte sowohl den Einsatz der jungen Leute im Praktikum beim einrichtungseigenen Dienstleister OptiServ als auch die Unterstützung aus den verschiedenen Einsatzbereichen. Bürgermeister Dankwart Neufurth betonte:"Wir sind als Kommune dem Gemeinwohl verpflichtet." Die Stadt habe bereits sehr gute Erfahrungen gemacht mit Menschen, die als schwer vermittelbar gelten und von engagierten Betreuern für das Berufsleben fitgemacht wurden. Für Ulrike Neeb von der Schreinerei Helmut Neeb war die Zusammenarbeit mit der AWO eine neue, positive Erfahrung. Das Praktikum von Sven Grau ging über sechs Monate, einen Tag pro Woche wurde er in begleitender Maßnahme trainiert. Das AWO-eigene Programm Menschen in Arbeit leistet Einzelfallhilfe und wirkt so in besonderem Maß gegen Depressionen, so G. Kaiser-Schäfer. Die AWO-Mitarbeiter kennen die Teilnehmer sehr gut und können entsprechen reagieren, wenn irgendwo der Schuh drückt. Sven Grau habe im Praktikum nicht nur qualifizierte Arbeit geleistet, sondern auch gut ins Team gepasst, urteilte U. Neeb. So bekam er seine Festanstellung. Ebenso motiviert zeigte sich Peter Alhäuser, der sich während des Praktikums im städtischen Bauhof bei der Großveranstaltung "SWR on Tour" auf dem Marktplatz richtig ins Zeug legte. Die Vorarbeit leistete Stefan Eisenreich, der für den Wohnbereich tätig ist. Ein strukturierter Tagesablauf ermögliche die Bewältigung des beruflichen Alltags:"Keiner wird ausgelassen". Wie Nadine Kröller bekräftigt, hat die Methode der AWO in zehn Jahren eine Vermittlungsquote von 70 %, Tendenz steigend. Alle 14 zuständigen Mitarbeiter sind im Verband der Berufsberater und wurden zum Job-Promoter ausgebildet. Viele Bewohner finden eine Perspektive in einem der AWO-eigenen Dorfläden oder der Grundstückspflege der OptiServ. Vermittelt wird auch ins berufliche Bildungswerk Bitburg. Die Kapazitäten reichen aber längst nicht für alle Bewohner aus. So ist die AWO auf die Kooperation mit den Kommunen und ortsansässigen Arbeitgeber angewiesen. Die Agentur für Arbeit muss die Praktika zunächst genehmigen und zahlt im Einzelfall Eingliederungshilfe.
Sven Grau erinnert sich, als er nach Bestehen seiner Ausbildung zum Tischler 2006 sein Leben aus eigener Kraft nicht mehr ordnen konnte. Er war heilfroh, wieder einen Platz im betreuten Wohnen der AWO bekommen zu haben. Seither geht es bergauf. Auch wenn er sein Berufsaleben jetzt gemanagt hat, das Wohnheim möchte er so schnell nicht verlassen. Peter ALhäuser wünscht sich für seine Zukunft mehr Eigenständigkeit. Bei der AWO lernt er Kochen, Waschen und Putzen. Der 19-jährige ist wegen familiärer Probleme von zuhause ausgezogen und wurde im betreuten Wohnheim aufgefangen. Dort erhält er Hilfe zur Selbsthilfe. Die plangenaue Arbeit im städtischen Bauhof sei für ihn genau das Richtige, meint Alhäuser. Kröller ergänzt, dass die AWO auch in der Nachbetreuung aktiv bleibt.
23.07.2011
Jetzt wird "Sonne getankt"
Mündersbacher Dorfladen hat jetzt Solaranlage
Westerwälder Leben.Mündersbach: Beim Bau des Dorfladens wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn einerseits haben die achthundert Mündersbacher Bürger einen rund 200 qm großen Dorfladen bekommen und gleichzeitig wird durch die installierte Photovoltaikanlage die Sonnenstrahlung umweltfreundlich in elektrische Energie umgewandelt. Der Slogan "Werde wach, nutz dein Dach" wurde hier von den Gemeindevertretern umgesetzt. Rudolf Schmidt, Vertriebsleiter bei SunConcept,: "Da wir dementsprechend innovative und hochwertige Module, Trägersysteme und Zubehöre an. Wir verfügen über einen eigenen Meisterbetrieb, der sich ausschließlich auf die Montage, Installation und Wartung der regenerativen Energiesysteme konzentriert. Die Anlage auf dem Dach des Dorfladens wird im Jahr rund 45.000 kwh erwirtschaften, das entspricht rund 11.000 Euro. Auch der Betriebsleiter des neuen Dorfladens, Otmar Schneider von der AWO zeigte sich erfreut über die Eröffnung des Dorfladens, der den Bürgern weite Anfahrtswege und dadurch Treibstoff erspart, was auch die Umwelt schont: "Unser Laden leistet in mehrfacher Hinsicht einen Beitrag für die Umwelt; durch die Photovoltaikanlage, durch eine moderne Klimaanlage, optimale Isolierung des Baukörpers und die Einspeisung von schadstofffreier elektrischer Leistung in unser Stromnetz." Der Mündersbacher Dorfladen, ein Nahversorger im klassischen Sinne, ist der vierzehnte seiner Art, der durch die AWO betrieben wird. Von den insgesamt 40 Beschäftigten, davon drei Azubis, sind gut die Hälfte schwerbehindert. Ziel der AWO ist es, beeinträchtigte Menschen wieder in Arbeit zu bringen.
Weitere Infos dazu unter www. awo-gemeindepsychiatrie.de
Näheres über die Vorteile einer Photovoltaikanlage erfahren möchte gibt es unter www.sunconcept.net
03.08.2011
Hilfe in der Krise
Jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens zumindest vorübergehend an seiner Psyche. Zwischen Klinikaufenthalt, anschließender Behandlung beim Psychiater und dem Versuch, wieder ins eigene Leben zurückzufinden, ist eine fachliche Unterstützung oft sinnvoll. Susanne Bischoff und ihre Kollegin Sabrina Weinand erarbeiten mit jedem Klienten individuell, was für eine Verbesserung seiner Lebenssituation nötig ist. Das kann Unterstützung bei alltäglichen Dingen wie Einkauf oder Haushaltsführung bedeuten. Oder sie begleiten bei Ämter- und Behördengängen. Auch die regelmäßigen Gespräche sind ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit. Die Betreuung erfolgt ambulant; das heißt: ein- bis zweimal pro Woche werden die Betroffenen in ihrer Wohnung besucht. Ziel dabei ist es, das Leben so selbständig wie möglich zu gestalten. . Das Büro der beiden Sozialarbeiterinnen ist weiterhin in den Räumlichkeiten von AWO Arbeit gGmbH im Industriegebiet Distelfeld, Allensteiner Straße 61 a untergebracht. Weitere Infos unter Tel. 02631 / 969 895
29.07.2011
Psychologischer Kaffeeklatsch
Medien - Experte informiert
RZ. Neuwied: Ein Tag ohne Internet oder Handy ist mittlerweile für die meisten Menschen undenkbar geworden. Eine individuelle Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten findet kaum statt. Am Donnerstag, 04. August, soll es in der Veranstaltungsreihe "Psychologischer Kaffeeklatsch" darum gehen, innezuhalten und sich die Folgen der rasanten Entwicklung bewusst zu machen. In lockerer Kaffeehaus-Atmosphäre wird der psychologische Berater Heinz-Egon-Techner aus Bad Hönningen in den Räumen des Cafe' KIS in der Heddesdorfer Straße 18, ab 17 Uhr über dieses spannende Thema referieren und diskutieren.
Kontrovers über spannende Themen kann also auch im September und Oktober diskutiert werden, wenn es darum geht, sich mit den Themen "1000 virtuelle Welten ( 01. September) und "Burnout - Wege aus der Krise" ( 06. Oktober ) auseinanderzusetzen.
05.07.2011
Jeder dritte Westerwälder wird psychisch krank
Forum nimmt Hilfeangebote im Kreis unter die Lupe
WZ. Westerwaldkreis.: Der Westerwaldkreis verfügt nach Einschätzung der Psychiatriereferentin des Landes Rheinland-Pfalz, Dr Julia Kuschnereit, über ein gutes Angebot an ambulanten und stationären Hilfen. Auch die Psychiatrieplanung des Kreises aei auf einem guten Weg, sagte sie gegenüber Mitgliedern des Forum Soziale Gerechtigkeit, die sich bei einer Rundreise ein Bild vom Netz ambulanter Hilfen und Angebote im Kreis gemacht haben. Dabei wurde allerdings von mehreren Fachleuten auch die oft schleppende Bearbeitung von Anträgen zur Aufnahme in unterschiedliche Betreuungsformen durch die Kreisverwaltung bemängelt. Monika Meinhardt von der Koordinierungsstelle Psychiatrie der Kreisverwaltung stellte die Eckpfeiler der Versorgung im Kreis vor: "Im Laufe seines Lebens wird jeder dritte Westerwälder psychisch krank. Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir die Weichen richtig stellen", sagte die engagierte Planerin. Über die Arbeit des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SPDI) beim Gesundheitsamt berichtete dessen Leiterin DR. Marieluise Klages. Sie wies auf 1700 im Jahr 2010 vom SPDI betreute Menschen hin, darunter vermehrt Jugendliche mit unterschiedlichen Suchterkrankungen und Doppeldiagnosen.
Nächste Station waren die Caritas-Werkstätten in Montabaur, wo 75 psychisch kranke Menschen derzeit in den Moditec-Betrieben beruflich eingegliedert werden: "Eine Stelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist für viele Beschäftigte nicht zu erreichen, aber wir versuchen, für alle das passende Angebot zu finden", sagte Geschäftsführer Erwin Peetz.
Von besonderem Interesse war die Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach. Dort werden bis zu 40 Männer und Frauen ab 18 Jahre aufgenommen, bei denen einerseits die ambulante Behandlung ihrer psychischen Krankheit nicht ausreicht, die jedoch andererseits so stabil sind, dass sie keiner vollstationären Behandlung bedürfen. Chefarzt Frank Lücke lobte das zielorientierte Arbeiten in der Klinik, bedauerte aber die oft zu lange Wartezeit für eine Neuaufnahme. Mit Blick auf die Gründe für die Zunahme anpsychischen Erkrankungen meinte der leitende Psychologe Dr. Frithjof Niegot: "Die gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit passen immer weniger zu den Menschen."
Schon seit 15 Jahren besteht die Tagesstätte des Diakonischen Werkes in Westerburg in einem normalen Wohnhaus mit guten Kontakten zur Nachbarschaft. Einrichtungsleiterin Asatrid Müller-Ax beschrieb das tagesstrukturierende Angebot als Ausweg aus der Isolation und als Hilfe zur Erlangung einer weitgehend eigenständigen Lebensführung: "Leider gibt es auch hier eine Warteliste, wir haben Anfragen ohne Ende", bedauerte die stellvertretende Leiterin des Diakonischen Werks, Johanna Alef-Bill. Beeindruckt waren die Gäste vom Laden und Cafe'"Marktplatz" in der Westerburger Innenstadt, wo auch die Arbeit der Kontakt- und Informationsstelle(KIS) vorgestellt wurde.
Um die Wohnsituation psychisch kranker Menschen ging es abschließend bei der AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg. Die Vorsitzende des Bewohnerbeirats, Reni Bonsels, führte die interessierten Bewohner durch eine Wohngruppe.
"Wir dürfen nicht nachlassen, die Situation der psychisch erkrankten Menschen in unserem Kreis weiter zu verbessern", sagte Forumsprecher Uli Schmidt am Ende des Informationstages. Immerhin gehe es um derzeit mindestens 20.000 Wäller, die an einer psychischen Krankheit leiden. Schmidt kündigte an, im Herbst zu einer öffentlichen Diskussion über die Erkenntnisse und Folgerungen des Tages einladen zu wollen.
11.05.2011
Liedermacher tritt live im Cafe' Vogelhaus auf
WZ.: Montabaur. Der aus Bad Ems stammende Gittarist Werner Linkenbach spielt am Samstag, 14. Mai, ab 19.30 Uhr live und unplugged im Cafe' Vogelhaus, Konrad-Adenauer-Platz 9 in Montabaur. Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist der Integrationsbetrieb Cafe' Vogelhaus, eine Abteilung der AWO-Gemeindepsychiatrie gemeinnützige GmbH Bad Marienberg. Der Liedermacher spielt eigene Songs. Zu seinem Repertoire gehören aber auch Coverstücke aus der Zeit von Crosby Stills & Nash und den Beatles. Daneben spielt er Lieder von klaus Hoffmannn, Reinhard Mey, Leonhard Cohen, Eric Clapton und vielen anderen Interpreten.
06.05.2011
Viele haben ihn bereits gesehen...
...den AWO-Altkleidercontainer. Er wurde inzwischen neben den Glascontainern am Gemeindehaus aufgestellt.
Inform 18/2011. Die AWO Gemeindepsychiatrie gemeinnützige GmbH mit ihrer Integrationsabteilung OptiServ unterstützt in ihren Einrichtungen in den Kreisen Altenkirchen und Westerwald mehr als 200 beeinträchtigte Menschen in vollstationären und ambulanten Betreuungs- sowie einer Vielzahl von Arbeitsangeboten.
Im Frühjahr 2010 startete ihr Arbeitsprojekt "Altkleider", in dem sie sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für beeinträchtigte Menschen schaffen.
Mit der Aufstellung eines Containers unterstützen wir das Projekt und ermöglichen die Schaffung von Arbeitsplätzen für psychisch beeinträchtigte Menschen, die momentan auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chance haben.
Die Container werden von den Mitarbeitern der AWO wöchentlich entleert und sauber gehalten.
Um eine bürgernahe Versorgung anzubieten, werden die Container gerne auch in kleinen Gemeinden aufgestellt.
Es ist auch ein Beitrag zum Umweltschutz: Altkleiderrecycling verringert den Restmüllberg, denn nur 40 % der alten Kleidung wird fachgerecht verwertet, der Rest landet im Müll.
Liebe Dorfbewohner: Das Angebot steht, der Container darf genutzt werden! Ich bin froh, dass wir ein sehr wertvolles Projekt unterstützen können.
Katja Krüger, Ortsbürgermeisterin
04.05.2011
Psychologische Themen stehen im Cafe' KIS auf der Agenda
Kaffeeklatsch. Einmal im Monat diskutieren
RZ.: Neuwied. "Psychologischer Kaffeeklatsch im Cafe' KIS: Unter diesem Titel startet am Donnerstag, 05. Mai, um 17 Uhr in Neuwied eine Diskussionsreihe zu psychologischen Themen.
Bei der Auftaktveranstaltung "Angenommen - Angekommen" geht es um die Problematik der Selbst- und Fremdakzeptanz und um die Frage: "Wie wirke ich auf Andere ?", und zwar unter dem Aspekt, dass es keine zweite Chance für den ersten Eindruck gibt.
Die Diskussionsleitung übernimmt Heinz-Egon Teschner, psychologischer Berater aus Bad Hönningen. Zukünftig kann immmer am ersten Donnerstag im monat in lockerer Cafe'-Atmosphäre von 17 bis 19 Uhr im Cafe' KIS, Heddesdorfer Straße 18, über spannende Themen mit interessanten Leuten kontrovers diskutiert werden. H.E. Teschner wird dazu jeweils ein Thema vorbereiten.
Eingeladen zum psychologischen Kaffeeklatsch ist jeder, der gerne mehr über sich selbst und seine Verhaltensweisen erfahren möchte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; hilfreich sind Neugierde, Diskussionsbereitschaft und Toleranz.
Mehr Infos gibt es unter Tel.: 02631 / 353 533
oder 02635 / 924 778
23.04.2011
Dorfladenmodell wird zum Vorbild
Dorferneuerung Die Mündersbacher Vision eines eigenen Geschäftes ist letztlich wahr geworden
WZ.: Mündersbach. Festlich ist der neue Dorfladen in Mündersbach eingeweiht worden. Mit der Realisierung des Projekts hinterlässt Ortsbürgermeister Winfried Himmerich noch vor seiner Verabschiedung Ende nächster Woche große Fußspuren für seinen Nachfolger.
Ausgangspunkt für die Idee war einst eine Rede von Staatsminister Hendrik Hering vor einigen Jahren über den demografischen Wandel und Bevölkerungsrückgang im Westerwald.
Bei allen Diskussionen verlangten die Mündersbacher immer wieder einen Dorfladen. Allein das Wort "Dorfladen" wecke Assoziationen mit Kleinstbetrieben, die das Objekt in keiner Weise verdient habe, zollte Gabriele Greis ihren Respekt für die gelungene Umsetzung. Trotz seiner Geräumigkeit setze sich das Projekt vom Standard eines herkömmlichen Supermarkts derart positiv ab, dass es einfach ein super Markt sei.
Der Eindruck ist kein Zufall."Wir wollten die freundlichsten Servicekräfte des Westerwalds," unterstrich Himmerich den Anspruch. Nach Erwerb der Liegenschaft, den Abrissarbeiten und des nach energetischen Gesichtspunkten barrierefreien Neubaues sei es erst richtig losgegangen. Händeringend wurde eine Betreibergesellschaft gesucht, die in der Lage ist, den Betrieb dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die Partnerschaft kam letztlich mit der AWO zustande, die bereits sieben Dorfladenprojekte im Oberwesterwald erfolgreich leitet. Drei der Dorfläden befinden sich allein auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Hachenburg.
Die AWO verbindet die Belebung der ländlichen Strukturen mit sozialem Engagement, denn die Dorfläden dienen zu einem großen Teil auch als Eingliederungs- und Beschäftigungshilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Der Dorfladen liegt nicht nur mitten im Dorf, sondern auch direkt an der B 413. Neben frischem Obst und Gemüse und einem breiten Standardsortiment werden stets frische Fleisch- und Wurstwaren vom Hehlinger Hof, einem Metzgerbetrieb in Wahlrod, angeboten. Ein integriertes Cafe' bietet Möglichkeiten zum gemütlichen Plausch. Feine Backwaren liefert die Hachenburger Bäckerei Weber.
"Die Croissants backen wir selber fertig," schwärmt Einrichtungsleiter Otmar Schneider. Vor allem der dorfinterne Austausch sei wichtig für den Zusammenhalt, untermauerte Hering das Konzept, das sowohl wirtschaftlichen als auch sozialen Charakter hat. Die Landesförderung von 118 000 Euro sei aus mehreren Ministerien gebündelt worden.
Rainer Litz, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbands Neuwied, listete bei der Gelegenheit die innovativen AWO-Projekte in ihrer Gesamtheit auf. Demnach unterhält der AWO-Kreisverband Neuwied mit fünf Tochtergesellschaften insgesamt 50 Einrichtungen. Im gesamten Westerwald sei die AWO bereits mit 14 Dorfläden vertreten. Litz gratulierte den Mündersbachern zu diesem Schritt und wünschte mit einem Wortspiel, dass der Lebensmittelpunkt zu einem Lebens - Mittelpunkt werde.
Frank Kröller, Geschäftsführer der AWO-Gemeindepsychiatrie, versprach einen Betriebsablauf, der Himmerichs Vision gerecht werde: "Wir werden Taten folgen lassen". Ebenso wie den Dorfladen trieb Himmerich kurz vor dem Ende seiner Amtszeit auch die Erweiterung des Windparks voran.
08.04.2011
Integrative Einrichtung bietet Hilfe
Psychiatrie KIS in Bad Ems besteht seit zehn Jahren
RLZ.:Bad Ems. Die Integrative Einrichtung KIS, die Kontakt und Informationsstelle in Bad Ems besteht seit zehn Jahren. Diese Einrichtung richtet sich mit ihrem offenen, unverbindlichen Angebot an psychiatrieerfahrene oder von psychischer Erkrankung bedrohte Menschen.
Ausserdem erhalten dort Angehörige sowie interessierte Personen gezielte Informationen über psychische Erkrankungen und können Kontakte knüpfen. Die KIS bietet auch zahlreiche Aktivitäten an: Dartturniere, Spielenachmittage, Tischtennis, Kegeln, Fahrradtouren, Minigolf, Besichtigung von Burgen und Schlössern oder Bootstouren. Da die KIS vom Landkreis finanziert wird, entstehen den Interessierten keine Kosten. Nur bei Ausflugsfahrten wird ein Eigenanteil erhoben. Öffnungszeiten: montags von 14 bis 16 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 17 Uhr. Weitere Infos gibt es unter Tel.: 02603 / 919 433 .
06.04.2011
Forum fordert Seniorenbeirat für Kreis
Demografie. Beschluss für Konzept begrüßt - Erfahrung der Älteren nutzen
WZ.: Westerwaldkreis. Das Forum Soziale Gerechtigkeit hat die einstimmige Entscheidung des Westerwälder Kreistages begrüßt, eine seniorenpolitische Konzeption für den Kreis zu erarbeiten.
"Die Menschen sollen auch im Alter die Möglichkeit haben, in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben und aktiv am gesellschaftlichen Leben im Westerwald teilzunehmen."
In den nächsten 10 bis 15 Jahren erreichen die geburtenstarken Jahrgänge der 50er Jahre das Rentenalter. In 25 Jahren werden bereits viele Hochbetagte in unserem Kreis leben. Um zukunftsfähige Anpassungsstrategien zu entwickeln, braucht es das Wissen und die Erfahrung vieler älterer Menschen im Westerwald wichtig. Das Sozialforum spricht sich deshalb auch nochmals für die Bildung eines Kreisseniorenbeirats aus. Das Westerwälder Seniorenkonzept soll nach Einschätzung Uli Schmidts dazu beitragen, das überkommene Bild des älteren Menschen als minder leistungsfähig, hilfsbedürftig und alimentiert zu überwinden. Voraussetzung sei aber uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und sozialen Leben dieser durchaus selbstbewussten Generation. Bei der Versorgung mit den Gütern des täglichen Bedarfs könnte den Dorfläden in kleineren Gemeinden für die Senioren künftig große Bedeutung zukommen, glaubt Schmidt. Beispielhaft ist für ihn in dieser Hinsicht ein AWO-Projekt in Mündersbach, wo in dieser Woche ein Dorfladen eröffnet wird.
Ein weiteres wichtiges Thema ist neben dem Ehrenamt vor allem in Zeiten des gravierenden Facharbeitermangels, die Älteren als wertvolle Arbeitskräfte möglichst lange in das Berufsleben mit einzubinden.
22.03.2011
Lange Arbeitslosigkeit kann depressiv machen
Psychologie: Gemeinsames Pilotprojekt von psychiatrischer Klinik und Jobcenter erforscht die seelischen Folgen einer erzwungenen Untätigkeit
RZ.Hintergrund: "Guten Tag, geht es Ihnen gut?" Eine solche Begrüßung hören die 890 000 Langzeitarbeitslosen in deutschen Jobcentern selten. Den Fallmanagern fehlt meist nicht nur die Zeit für solche Fragen. Auch Unsicherheit im Umgang mit Gefühlen der Arbeitslosen hält sie zurück. Ein Pilotprojekt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Essen beschäftigt sich seit einem Jahr mit einer selten beachteten Seite von Hartz IV: den Folgen für die Seele.
Unter Federführung des Jobcenters Essen berät das Team aus Ärzten und Psychologen Langzeitarbeitslose mit psychischen Auffälligkeiten. Die Mediziner haben ein eigenes Büro in der Arbeitsagentur. Auffällige Hartz IV-Empfänger bekommen gleich vom Jobberater das Angebot, sich bei den Ärzten und Psychologen vorzustellen. Weil dies im selben Gebäude stattfindet, ist die Hürde deutlich niedriger. Viele Langzeitarbeitslose (86%) würden sonst nie eine psychiatrische Klinik betreten, berichten die Wissenschaftler.
Das Psychologenteam hat 50 Fallmanager der Agentur geschult, erste Anzeichen zu erkennen. In der Agentur und einem Arbeitslosencafe' werden die ausgewählten Teilnehmer zu Gesprächen eingeladen. Eine strukturierte wissenschaftliche Studie begleitet das Projekt. Die Mittel kommen vom Bund.
Im Durchschnitt erkrankt jeder fünfte Deutsche einmal im Leben an einer Depression. Bei den angesprochenen Arbeitslosen zeigte sich: Über 90% der Patienten wiesen ausgeprägte, klinisch relevante psychische Störungen auf. Bei 80% diagnostizierten die Ärzte sogar Mehrfacherkrankungen wie Depressionen, Angst- und Persönlichkeitsstörungen.
"Man denkt erst noch: Ich doch nicht. Ich krieg' doch Arbeit," meint einer. Doch das ist oft ein irrtum. "Dann sind Sie nur noch eine Nummer im Arbeitsamt." Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag zur Jahreswende bei 6,6 Prozent. Jeder dritte Betroffene ist langzeitarbeitslos - mehr als die Hälfte seit zwei und mehr Jahren. Daten über den Zusammenhang von Langzeitarbeitslosigkeit und psychischer Erkrankung gebe es in Deutschland bisher kaum, so Projektleiter Bernhard Kis. Ist die Krankheit Ursache oder Folge der Arbeitslosigkeit? "Es ist schwer zu sagen, was die Henne und was das Ei ist." Internationale Studien wiesen aber eindeutig auf ein erhöhtes Risiko für depressive Störungen und Abhängigkeitserkrankungen bei älteren Langzeitarbeitslosen hin, sagt Kis. "Wenn man in einem solchen Projekt arbeitet", so die Ärztin Birgit Meiler,"dann wird einem nochmal klar, wie belastend die Situation für die Menschen ist, wie fremdbestimmt ihr Leben ist." "Erlernte Hilflosigkeit" nennt sie die Haltung vieler Langzeitarbeitsloser:
Das Ohnmachtsgefühl, einer Institution ausgeliefert zu sein. Das mache es oft schwer, den ersten Schritt zur Therapie zu gehen. Bei 77 der 181 Teilnehmer ist inzwischen die Auswertung der Beratung abgeschlossen. Unerwartet hoch ist mit 22% der Anteil an Menschen, die an Traumafolgen durch Unfälle oder sexuelle Übergriffe leiden.
16.02.2011
Autorin ermutigt Frauen
WZ.: Montabaur. Mit ihrem Vortrag "Ein lila Hut: von Frau zu Frau..." möchte Autorin Ulla Seifert Frauen helfen, ihren Weg zu finden. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 22. Februar, um 19 Uhr im Cafe'Vogelhaus, Konrad-Adenauer-Platz 9, statt. Die Frage nach dem Zweck der eigenen Existenz hat die im Westerwald aufgewachsene und heute im Allgäu lebende Autorin schon immer beschäftigt. Ihre Gedanken dazu hat sie in einem Buch verarbeitet. Ulla Seifert hat sich bewusst auf Frauen spezialisiert, denn sie ist der Überzeugung, wenn es den Frauen gut geht, sie ausgeglichen sind, sie sich selbst wertschätzen, dann profitieren auch Kinder und Partner davon. Der Eintritt ist frei, weitere Infos unter Tel.: 02602 / 916 35 94.
19.03.2011
St. Patrick’s Day im Café Vogelhaus
Irish Folk mit Three a`live o
Auch zum diesjährigen St. Patricks Day gastiert wieder die Irish-Folk-Gruppe
Three a`live o im Café Vogelhaus. Die Musiker spielen ausschließlich auf akustischen Instrumenten wie Gitarre, Geige, Mandoline, Dudelsack, Drehleier, Flöten und Whistles und singen dazu Songs, die den Zuhörer die irische Lebensfreude hautnah hören und
spüren lassen. Stimmungsvolle Songs und gefühlvolle Balladen gehören genauso zum Repertoire wie Jigs und Reels. Das Trio steht für ursprünglichen, traditionellen und einfachen vorgetragenen Irish Folk mit fetzigem Sound. Die Zuhörer erwartet ein Abend mit stimmungsvoller Irischer Folklore, Guinness- und Kilkenny- Bier.
Tickets: VVK 7 Euro, AK 8 Euro
Termin: 19.03.2011 ab 21.00 Uhr
WZ.: Montabaur. Zu einem irischen Abend lädt das Team vom Cafe' Vogelhaus, Konrad-Adenauer-Platz 9 in Montabaur, am Samstag, 19. März, ab 21 Uhr ein. Die Gruppe "Three a live O" ein. Die Band mit Sabine Meier-Ude, Christoph Weis und Michael Stähler spielt auf Gitarre, Geige, Mandoline, Dudelsack, Drehleier, Flöten und Whistles. Eintritt im Vorverkauf 7 Euro im Vorverkauf, 8 Euro an der Abendkasse.
Anmeldung unter Tel.: 02602 / 9163594 , E-Mail
18.02.2011
Budget ist Thema
WZ.: Montabaur. Der Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt lädt für Donnerstag, 24. Februar, zu einer Informationsveranstaltung ins Cafe' Vogelhaus am Konrad-Adenauer-Platz ein. Thema ist das persönliche Budget. Damit können behinderte Menschen bedarfsgerechte Leistungen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einzukaufen. Es ergänzt die bisher üblichen Dienst- oder Sachleistungen. Seit dem 1. Januar 2008 existiert ein Rechtsanspruch auf diese Art der Hilfe. Fragen zum Thema wird Frank Kröller, Geschäftsführer der AWO-Gemeindepsychiatrie gGmbH Bad Marienberg, beantworten. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Nähere Infos zur Veranstaltung gibt es unter Tel.: 02602 / 106 6511.
09.02.2011
Heute ist Karl Lauterbach zu Gast
Wahlkampf - Diskussion mit SPD-Gesundheitsexperten
WZ.: Montabaur. Über die Zukunft der Gesundheits- und Pflegeversicherung ist bereits viel gesprochen und diskutiert worden - doch noch immer ist dieses heikle Thema umstritten. Eine Möglichkeit, mit einem bekannten Experten zu diesem Thema zu diskutieren, besteht am heutigen Mittwoch, 09. Februar, von 18.30 Uhr an im Cafe' Vogelhaus in Montabaur: Die SPD-Landtagskandidatin und Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Dr. Tanja Machalet, hat den gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Prof. Drt. Karl Lauterbach eingeladen.
04.02.2011
Tante-Emma-Laden im AWO-Seniorenzentrum jetzt eröffnet
WZ.: Höhr-Grenzhausen. Im AWO-Seniorenzentrum "Kannenbäckerland" öffnet jeden Donnerstag ein kleiner Tante-Emma-Laden. Zwischen 10.30 Uhr und 16 Uhr haben Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter und Freunde des Hauses dort die Gelegenheit, ein paar Dinge des täglichen Lebens zu kaufen. Das Angebot umfasst Obst, Kosmetika, Süßigkeiten, Säfte, Wein, Bier, Zigaretten und Zeitschriften.
29.12.2010
Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht
Integrative Einrichtung sucht Helfer - "Wenn's einem nicht so gut geht, ist es schwer, auf andere Menschen zuzugehen", so die Aussage einer Besucherin der Kontakt- und Informationsstelle (KIS) der AWO-Gemeindepsychiatrie gemeinnützige GmbH in Neuwied
Lokalanzeiger.: Neuwied. Diese Einrichtung richtet sich mit ihrem offenen, unverbindlichen Angebot an psychiatrieerfahrene oder von psychischer Erkrankung bedrohte Menschen. Ausserdem erhalten hier Angehörige sowie interessierte Personen gezielte Informationen über psychische Erkrankungen und können Kontakte knüpfen. Bei Kaffee und einem Stück selbstgebackenen Kuchen im angeschlossenen Cafe' KIS ergeben sich zwanglos erste GesprächeErfahrungsaustausch und Unterstützung in Krisen stehen im Mittelpunkt. Mehrmals im Monat werden gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Kochen, gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge in die nähere Umgebung angeboten.
Für die Arbeit im Cafe' KIS sucht die AWO ehrenamtliche Helfer. Unter fachlicher Anleitung kann stunden- oder tageweise, bevorzugt nachmittags, in der Küche sowie im Service mitgearbeitet werden. Ausserdem ist es für beeinträchtigte Menschen möglich, im Cafe'KIS ein Praktikum oder eine Arbeitserprobung zu machen. Auf diese Weise wird Integration und Teilhabe am Leben praktisch um gesetzt.
Bei Interesse gibt es weitere Informationen unter Tel.: 02631 / 353 533 oder 355 055 .
24.12.2010
Für Perspektive 50 plus Karten neu gemischt
Weiterbildung - AWO-Gemeindepsychiatrie kann Maßnahme in Hachenburg nicht fortsetzen
WZ.: Bad Marienberg. In Höhr-Grenzhausen setzt die ArGe das Projekt nicht fort, und in Hachenburg bringt das Ergebnis der Ausschreibung für das kommende Jahr eine Neuerung: Dort muss der bisherige Bildungsträger, die AWO-Gemeindepsychiatrie Bad Marienberg, einem anderen Anbieter den Vortritt lassen.
"Das Ausschreibungsergebnis hat uns völlig überrascht", sagt AWO-Mitarbeiter Axel Hain, "bis zuletzt deuteten die Signale der ArGe auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit hin."
Die AWO hat gute Argumente auf ihrer Seite: Von insgesamt 133 Teilnehmern konnten 40 in Arbeit vermittelt werden, das ist nach Angaben der AWO mit 30 % die höchste Vermittlungsquote in Rheinland-Pfalz. Überdies knüpfte und vertiefte die AWO sehr gute Kontakte zur regionalen Wirtschaft, und schulte gleichzeitig mehr als ein Dutzend eigene Mitarbeiter zu Job-Promotoren.
"Betroffen sind bei uns drei Personalstellen", sagt Frank Kröller, Geschäftsführer der AWO-Gemeindepsychiatrie, "wir werden die Mitarbeiter kaum halten können." Nicht zuletzt deswegen hat die Bad Marienberger Sozialorganisation Widerspruch gegen das Ergebnis der Ausschreibung eingelegt. Dennoch betont Kröller: "Wir befürworten das System der Trägervielfalt und möchten niemanden angreifen."
Maßgebend in diesem Verfahren ist das Regionale Einkaufszentrum Südwest (REZ) in Frankfurt/Main, welches für die Arbeitsagenturen die bundesweite Ausschreibung solcher Bildungsmaßnahmen managt. Da der Preis vom Bund fest vorgegeben ist, fällt die Entscheidung einzig und allein nach den inhaltlichen Konzepten. Das bestätigt auch Hans-Peter Krämer, Geschäftsführer der ArGe Westerwald: "Bewertet wird nach einem Punktesystem. Die Anforderungen sind allen Bewerbern bekannt." Die Vermittlungsquote spiele hingegen kaum eine Rolle. In puncto regionaler Verankerung verfüge das nun favorisierte Bildungsinstitut wohl über gleich gute Kontakte zu heimischen Firmen, um den Teilnehmern Praktika und Jobs anbieten zu können.
Für die aktuelle Ausschreibung hatte die AWO die erfolgreiche Konzeption aus dem Jahr 2009 verfeinert und eingereicht - diesmal ohne Erfolg. Das Unverständnis sei besonders groß, so Kröller, da es in der bisherigen Bildungsmaßnahme zu keinem Zeitpunkt Hinweise auf Mängel gegeben habe:"Unsere Mitarbeiter wissen nicht, was sie falsch gemacht haben", fügt Axel Hain hinzu.
Die Maßnahme "Perspektive 50 plus" vermittelt den Erwerbslosen im ersten Vierteljahr vor allem Grundlagen (Tagesstruktur, Bewerbertraining) und Motivation. Die anschließenden Coaching-Phasen haben die passgenaue Vermittlung in ein Praktikum oder einen (Zeit-)Arbeitsvertrag zum Ziel.
Dass die ArGe und ihre Dienstleister auch in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs den Erwerbslosen aus der Altersgruppe Ü50 noch umfangreich Hilfestellungen geben können, daran hat Axel Hain keinen Zweifel: "Bei den älteren Arbeitslosen profitieren nur die Hochqualifizierten vom Aufschwung."
23.12.2010
Gemeindepsychiatrie geht optimistisch ins neue Jahr
Kontinuität - Langjährige Mitarbeiter geehrt - Altkleidersammlung und Dorfläden sollen ausgeweitet werden
WZ.: Bad Marienberg. Ganz im Zeichen der Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen steht die Arbeit der Gemeindepsychiatrie. Die AWO Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg wird ihre Angebote mehr und mehr auf das persönliche Budget ausrichten. Es wird keine festen Tages / Pflegesätze mehr geben. Ein individuell auf den Klienten zugeschnittener Leistungskatalog wird exakt nach Stunden abgerechnet.
Für den Wohnheimbereich gibt es eine neue "Beratungs- und Prüfbehörde"; Ausstattung und Qualität einzelner Einrichtungen werden transparent und vergleichbar durch die Veröffentlichung der Prüfergebnisse im Internet; die Mitsprache der Klienten wird ausgebaut. Speziell für Klienten mit persönlichem Budget wird es künftig Appartmentwohnungen mit einer entsprechenden Betreuungsinfrastruktur geben. Die neuen Gebäude entstehen in Wissen und Bad Marienberg.
Der AWO- Dienstleister OptiServ wird seinen Bereich Altkleidersammlung wesentlich erweitern. Dazu sollen zusätzliche Gebäude angekauft werden. Für die neuen Arbeitsplätze laufen bereits Anerkennungsverfahren als Integrationsbetrieb für Menschen mit Behinderungen.
Viele Gemeinden möchten gerne mit der AWO-Gemeindepsychiatrie im Bereich Dorfläden zusammenarbeiten. Im nächsten Jahr wird der neue Dorfladen in Mündersbach eröffnet. Weitere Verkaufsstellen wird es auch tageweise in Seniorenheimen geben - ein spannender Versuch. Trotz mancher wichtiger Veränderungen , die auch den Mitarbeitern gerade in den vergangenen 15 Jahren viel Flexibilität abverlangten, gebe es auch große Kontinuität, aus der sich Vertrauen und Optimismus für die Zukunft der Einrichtung speisen, so Frank Kröller, Geschäftsführer der AWO-Gemeindepsychiatrie. So waren nach längerer Zeit wieder langjährige Mitarbeiter für ihr Engagement zu ehren.
10 Jahre bei der AWO Gemeindepsychiatrie:
Silke Bender (Nachtwache Wohnheim), Anke Fey (Verwaltung), Waltraud Hering (Hauswirtschaft), Patricia Hofmann (Stadtladen), Claudia Knopp Stadtladen), Susanne Markovicz (Hauswirtschaft), Barbara Stahlhofen (Tagesstätte), Axel Aust (Tagesstätte), Gerd Fellhauer-Hellbach (ambulanter Dienst), Michael Klingemann (Betreutes Wohnen), Gerhard Gram, Stefan Schlemper, Albert Schuck (OptiServ Dienstleistungen)
15 Jahre bei der AWO-Gemeindepsychiatrie:
Brunhilde Mockenhaupt (Nachtwache Wohnheim), Cornelia Podlech (Aussenwohngruppen)
20 Jahre bei "Haus am Geisberg"
und AWO-Gemeindepsychiatrie:
Marianne Asbach (Hauswirtschaft), Christel Harwardt (Betreutes Wohnen, persönliches Budget), Arnold Franzen (Hausmeister)
25 Jahre bei "Haus am Geisberg" und der Gemeindepsychiatrie der Arbeiterwohlfahrt:
Katja Lindenblatt (Hauswirtschaft, Dorfladen)
30 Jahre bei "Haus am Geisberg" und AWO-Gemeindepsychiatrie:
Brigitte Häbel (Hauswirtschaft)
20.12.2010
Unternehmer großzügig
Spende für guten Zweck
WZ.: Bad Marienberg. Aller guten Dinge sind diesmal nicht drei, sondern fünf; denn die fünfte Chefsache in Bad Marienberg hat wieder einen schönen Überschuss erwirkt. Durch großzügige Spenden und die vielfältige Unterstützung aller Beteiligten und Gäste konnte die Initiative Chefsache in diesem Jahr zwei wichtige Projekte innerhalb der Verbandsgemeinde unterstützen: die "Stiftung Geisberg" sowie den "Förderverein Wildpark".
Die Initiative Chefsache ist eine Veranstaltung für Inhaber und Geschäftsführer heimischer Unternehmen aus der Verbandsgemeinde Bad Marienberg. Gastgeber war in diesem Jahr die Firma Fingerhut Haus in Neunkhausen. In dem besonderen Flair der Holzverarbeitungshalle fanden sich mehr als 300 Gäste zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch ein.
Der Erlös des Abends ist immer für unterstützenswerte Projekte innerhalb der Verbandsgemeinde Bad Marienberg bestimmt. Hierzu gehört ohne Zweifel die "Stiftung Geisberg", die Menschen mit psychischer Erkrankung Unterstützung in vielerlei Formen bietet. Kürzlich tauchte ein Problem durch einen selbst verschuldeten Wasserschaden auf. Die Küche in einer Wohneinheit wurde irreparabel beschädigt. Hierfür soll der Spendenanteil Verwendung finden, damit eine neue angeschafft werden kann.
Die zweite Projektunterstützung gilt dieses Jahr dem "Förderverein Wildpark", der ein Spielgerät vom Spendengeld anschaffen wird. Somit wird die jüngste Generation bedacht, und der Spielplatz im Wildpark kann weiter wachsen und Generationen erfreuen.
14.12.2010
Erlös des SPD-Lädchens hilft vielen Organisationen
RZ.: Neuwied. Gleich auf doppelte Art und Weise hilft das SPD-Lädchen an der Marktstraße: Zum einen können Bedürftige dort für ein, zwei Euro Kleidungsstücke günstig erstehen. Andererseits profitieren viele gemeinnützige Organisationen von den Erlösen, die durch den Verkauf erzielt werden. Vorsitzende Agnes Roth konnte nun zur alljährlichen Spendenübergabe einladen. Mehr als 10.000 Euro konnte sie dabei verteilen. Bedacht wurden diesmal: Informa, Selbsthilfenetzwerk gemeindenahe Psychiatrie, Tschernobyl-Kinderhilfe, Frauenwürde, Kinzing-Schule, Zoo, Cafe'KIS, Elternkreis drogenabhängiger Jugendlicher, Freundeskreis Neuwied-Matara, Kinderschutzdienst, Tierschutzverein, AWO etc..
04.12.2010
Kreissparkasse fördert soziale Organisationen
Westerwälder Institut zeigt mit Geldgeschenken Verantwortung für die Region
WZ.: Westerwaldkreis. Diesmal sind es 79.500 Euro. Das Geld teilen sich - mit unterschiedlich großen Summen - insgesamt 28 Vereine und Institutionen. Zur Übergabe der Gutscheine hatten viele Empfänger ihre Vertreter in die Zentrale der Kreissparkasse nach Bad Marienberg entsandt.
"Im Jahr drei nach der Finanzkrise", so Frank Sander, Vorstandsvorsitzender der KSK, zeige sich deutlich, dass die Sparkassen mit ihrer regionalen Ausrichtung die Schwierigkeiten des Finanzmarkts gut gemeistert hätten:"Eine Geschäftspolitik, die sich sowohl am Gemeinwohl ausrichtet, als auch Erfolg im Wettbewerb anstrebt, ist für uns kein Widerspruch, sondern fester Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Vor diesem Hintergrund unterstütze die KSK gerne und regelmäßig karitative Einrichtungen, denn deren Engagement wiederum sei eine Stütze für die ganze Region.
Stellvertretend für alle Empfänger dankte Alois Pfeil aus Siershahn (Lebenshilfe) der KSK für die Spenden. Diese Zuwendung gebe dem Ehrenamt in den Vereinen Rückenwind, denn es werde immer schwerer, junge Leute für die Mitarbeit zu finden und zu motivieren.
Das Geld fließt etwa in den aktiven Dienst des Katastrophenschutzes (DRK), in Lehrgänge und entsprechende Materialien (Hospizverein Westerwald), oder in Materialien und Therapiegeräte für die Tagesförderstätte (Hachenburger Gesellschaft für Behindertenarbeit). Unter den Empfängern ist auch die Stiftung Geisberg in Bad Marienberg.
02.12.2010
Bodo Nöchel verlässt als Ruheständler die Kreisverwaltung
Schwan jetzt an der Spitze der Sozialabteilung
WZ.: Altenkirchen. Nach mehr als 48 Dienstjahren wurde der Leiter der Sozialabteilung der Kreisverwaltung AK, Bodo Nöchel, von Landrat Michael Lieber in den Ruhestand verabschiedet.
Allein 25 Jahre lang leitete Bodo Nöchel die Sozialabteilung und hat zahlreiche Reformen und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitbegleiten können.
Die größte und wichtigste Reform waren die Einführung von Hartz IV und der Aufbau der Arbeitsgemeinschaft mit der Agentur für Arbeit.
Weitere Stationen Nöchels innerhalb der Kreisverwaltung waren eine Tätigkeit bei der Finanzabteilung, dem Rechnungsprüfungsamt sowie bei den damaligen Kreiskrankenhäusern.
Trotz seines vorbildlichen beruflichen Wirkens engagiert sich Bodo Nöchel in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen für die Allgemeinheit. Er ist Ratsmitglied in Neitersen, ist aktiv bei der Lebenshilfe, im VdK und der Neuen Arbeit und gehört dem Aufsichtsrat von Altenpflegeeinrichtungen an.
Nachfolger Nöchels wird sein bisheriger Stellvertreter Hans-Joachim Schwan, der ebenfalls auf eine langjährige Tätigkeit bei der Kreisverwaltung zurückblicken kann.
Nach vielen Jahren als Mitarbeiter des Kreisrechtsausschusses war Schwan als Referatsleiter zum Sozialamt gewechselt. Der Landrat sieht in ihm einen würdigen Nachfolger Nöchels für die umfangreichen und schwierigen Aufgaben des Sozialamtsleiters.
16.11.2010
Cafe' KIS sucht noch Helfer
Ehrenamt: Über psychische Erkrankungen sprechen
RZ.: Neuwied. Das Cafe' der Kontakt- und Informationsstelle (KIS) der AWO Gemeindepsychiatrie in Neuwied sucht ehrenamtliche Helfewr. Unter fachlicher Anleitung kann stunden- oder tageweise in der Küche sowie im Service mitgearbeitet werden. Die Einrichtung KIS richtet sich an psychiatrieerfahrene oder von psychischer Erkrankung bedrohte Menschen. Ausserdem erhalten hier Angehörige sowie interessierte Personen Informationen über psychische Erkrankungen und können Kontakte knüpfen. Bei Kaffee und Kuchen ergeben sich zwanglos erste Gespräche. Es können Erfahrungen ausgetauscht werden, man kann sich in Krisen Unterstützung holen. Mehrmals im Monat gibt es Angebote wie gemeinsames Kochen oder Ausflüge. Wer im Cafe' mitarbeiten will, bekommt weitere Infos unter Tel.: 02631 / 353 533 oder 355 055.
08.11.2010
Expertin referiert zum Behindertenrecht
RZ.: Neuwied. "Es ist immer gut zu wissen, was für Rechte und Pflichten man hat", denken sich viele behinderte oder schwerbehinderte Arbeitslose. Bei all den verschiedenen Ämtern, Gesetzen und Fördermöglichkeiten fällt es ihnen schwer, den Überblick zu behalten.
So fühlen sich viele Betroffene überfordert und werden nicht aktiv, um ihre Situation zu verändern.
Ein Infoabend soll helfen, sich in dieser Lage zurechtzufinden. Die Veranstaltung findet statt
im Cafe' KIS der AWO-Gemeindepsychiatrie in der Heddesdorfer Straße 18.
Am heutigen Montag referiert von 17 bis 19 Uhr Doris Jöckel über die sozialen Rechte Behinderter.
Sie gibt einen Überblick über die Leistungen und Leistungsvoraussetzungen im Arbeitsleben sowie in der sozialen Integration. Jöckel war vor ihrem Ruhestand langjährige Mitarbeiterin des Sozialverbands Deutschland in Koblenz. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Im Anschluss an den Vortrag bietet sich auch die Möglichkeit zu einem Einzelgespräch. Infos unter 02631 / 353533
08.11.2010
Wie Dörfer ihre Zukunft gestalten
Konferenz in Wirges beleuchtet Fragen der Ortsentwicklung
WZ.: Westerwaldkreis. "Ich habe ein paar neue Ideen für mich mitgenommen", resümierte einer der anwesenden Ortsbürgermeister seine Teilnahme an der "Dorfkonferenz" der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) im Westerwald im Bürgerhaus Wirges. "Genau das war unser Ziel", zeigte sich die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dr. Tanja Machalet, zufrieden mit der von ihr moderierten Veranstaltung. In einer Kombination aus Fachvorträgen und Praxisbeispielen aus dem Westerwald wurde den Teilnehmern eine Reihe von Aspekten einer zukunftsfähigen Politik für die Dorfgemeinde aufgezeigt.
Burkhard Müller, Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Landkreistages, eröffnete die Konferenz mit einem Referat zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Kommunalpolitik. Dabei betonte er die Chancen deutlich stärker als die Risiken. Ohne Förderung des ehrenamtlichen Engagements, so ist er überzeugt, werde die dringend notwendige Stärkung der Eigenverantwortung in der Gemeinde aber nicht gelingen.
Bürgermeister Peter Klöckner, Vorsitzender der SGK Westerwald, verwies auf den stärker werdenden Wettbewerb der Gemeinden untereinander: "Die Menschen gehen dorthin, wo die Arbeit ist", betonte er die Notwendigkeit einer effektiven und nachhaltigen Wirtschaftsförderung.
Robert Freisberg vom Ministerium des Inneren und für Sport des Landes RLP erläuterte, dass die Wohnattraktivität eines Dorfes wesentlich die Gesamtattraktivität beeinflusse. Um Wohnungsleerständen in den Dorfmittelpunkten entgegenzuwirken, müsse die Gemeindepolitik die Innenentwicklung grundsätzlich vor die Ausweisung von Neubaugebieten stellen. Am Anfang einer zukunftsgerichteten Dorfentwicklung hält er eine offene Stärken- und Schwächeanalyse für unabdingbar:
"Das Zentrum als Herz der Gemeinde" stand als Überschrift über dem Praxisbeispiel von Karl Jung, Bürgermeister der Gemeinde Oberelbert. Dort hatte man sich vor gut zwanzig Jahren bei der Planung des Gemeindezentrums "Stelzenbachhalle" bewusst für eine Stärkung des Ortskerns entschieden. Da eine Einkaufsmöglichkeit bei einem Dorf dieser Größe wichtig sei, habe man im Jahr 2000 die Voraussetzungen für einen Dorfladen geschaffen: "Wenn die Person der Pächterin stimmt, wird ein solcher Laden auch angenommen." Dann spielt nach der Überzeugung von Karl Jung das Preisgefälle zu den Discountern nicht die Hauptrolle.
Kundert und Mörsbach gehen ihre Dorfentwicklung gemeinsam an.
Die Dorfplanerin Claudia Redlin ist überzeugt, dass das Instrument der Dorfmoderation ein guter Weg ist: "Jedes noch so gute Konzept hat nur dann Erfolg, wenn der ganze Ort überzeugt ist und möglichst viele aktiv an der Umsetzung mitarbeiten", fasst sie ihre Erfahrung aus einer Reihe von Moderationen zusammen.
In einer Ideenbörse im Foyer des Bürgerhauses konnten sich die Teilnehmer über die Praxis informieren:
AWO-Gemeindepsychiatrie in Verbindung mit AFU-Ihre Kette
Nachbarschaftshilfe Montabaur
Bürgergemeinschaft "Mach mit!" aus Hillscheid
Dorfcafe' und Dorfmuseum Merkelbach
03.11.2010
Aktionsplan für mehr Teilhabe
Lebhafte Diskussionsrunde zur Situation behinderter Menschen
WZ.: Westerwaldkreis. Leben mittendrin, ganz normal." Das soll im Westerwald künftig auch für behinderte Menschen gelten. Darüber bestand Einigkeit bei allen behinderten und nicht behinderten Gästen, die zur Diskussion in das Hotel "Haus Sonnenhöhe" nach Pottum gekommen waren. Das "Forum Soziale Gerechtigkeit" und die Kreisvereinigung der Lebenshilfe Westerwald hatten dazu eingeladen. Thema der gut besuchten Veranstaltung : "Wie kann die Teilhabe behinderter Menschen im Westerwaldkreis weiter verbessert werden?"
Gemeinsam versuchten Betroffene, Angehörige, Einrichtungs- und Verbandsvertreter und Kommunalpolitiker, darauf Antworten zu finden. Der Landesbehindertenbeauftragte Ottmar Miles-Paul zeigte sich erfreut über die Ankündigung des neuen ehrenamtlichen Kreisbehindertenbeauftragten Franz-Georg Kaiser, der Kreis werde einen eigenen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen erarbeiten.
Den Veranstaltern war es besonders wichtig, auch behinderte Menschen zu Wort kommen zu lassen.
Zufrieden berichtete Gerd Stein über seine Arbeit und Betreuung bei der AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg: "Die lassen keinen im Stich!"
Über ihre Arbeit im Integrations-Cafe' "Vogelhaus" in Montabaur berichtete Nadine Becker: "Trotz zunehmender Konkurrenz und der langwierigen Umbauarbeiten am Konrad-Adenauer-Platz haben wir immer mehr Stammkundschaft."
"Wir reden alle zu viel über behinderte Menschen und zu wenig mit ihnen", stellte Otto Gilberg als Vorsitzender der Elternvertretung der Caritaswerkstatt in Montabaur fest. Er riet dem Westerwaldkreis, die zurückhaltende Behindertenpolitik aufzugeben, und äusserte seine Hoffnung, dass die Kommunalpolitiker noch dazulernen.
Den Irrweg ihrer psychisch erkrankten Tochter durch das oft unüberschaubare Hilfesystem schilderte ein Elternpaar aus dem unteren Kreisteil.
In einer offenen Diskusionsrunde wurde die Möglichkeit angesprochen, durch Einrichtung von Dorfläden geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten für Benachteiligte zu schaffen. Hingewiesen wurde auch auf die Probleme behinderter Menschen, mit dem öffentlichen Nahverkehr den Arbeitsplatz zu erreichen.
16.10.2010
Richtfest für den künftigen Dorfladen in Mündersbach
WZ.: Das Richtfest des Dorfladens in Mündersbach stieß auf eine große Resonanz bei der Bevölkerung. Mehr als hundert Mitbürger waren der Einladung gefolgt.Leider war der Dachstuhl noch nicht fertig errichtet. Das tat der Freude aber keinen Abbruch. Ortsbürgermeister Winfried Himmerich erinnerte in seiner Ansprache an den Wunsch der Bürger, den Dorfladen als vordringlichstes Projekt im neuen Dorferneuerungskonzept festzuschreiben. Als Bürgermeister freue er sich, dass die Gemeinde in der Lage sei, so viel Geld zu investieren. Hiermit werde für die älteren Menschen und die Familien die notwendige Grundversorgung sichergestellt. Zum Schluss dankte Himmerich der AWO als künftigem Betreiber des Dorfladens.
13.10.2010
Spender von Nüssen gesucht
RZ.: Neuwied. Die Tagesstätte für psychisch kranke Erwachsene in Neuwied ist auf der Suche nach frischen Walnüssen. Aus den Nüssen wird wertvolles Walnussöl gepresst. Die Mitarbeiter der Tagesstätte bittet Menschen, die noch gute Walnüsse vom vergangenen Herbst übrig haben oder die für ihre neuen Nüsse keine Verwendung finden, diese der Tagesstätte zu spenden. Größere Mengen können nach telefonischer Absprache auch abgeholt oder vor Ort gesammelt werden.. Kontakt: 02631 / 353533.
24.09.2010
Schwerbehindert und trotzdem im Job
Kristina Kofel unterstützt das Team des Integrationsfachdienstes der AWO Gemeindepsychiatrie
Neuwied.: Menschen mit dem Status "schwerbehindert" haben auf dem Arbeitsmarkt mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen. Schwierig wird es für sie vor allem, wenn sie diesen Status erst im Laufe des Lebens erhalten und sich plötzlich unter völlig anderen Bedingungen am Arbeitsplatz zurechtfinden müssen. Aber auch den Arbeitgebern stellen sich häufig Fragen. Rat und Hilfe finden beide beim Integrationsfachdienst der AWO Gemeindepsychiatrie. Hier unterstützt Kristina Kofel seit Mitte Mai das Team um Stephanie Gottschall und Barbara Neuendorf.
Zu den drei Beraterinnen kommen Menschen, die Vermittlung bei Konflikten am Arbeitsplatz oder Unterstützung bei der Wiedereingliederung nach längerer Krankheit benötigen. Die Beraterinnen kümmern sich um die Zusammenarbeit mit Fachärzten, Reha-Einrichtungen und Kostenträgern.
Auch wenn der Name AWO Gemeindepsychiatrie den Schluss nahelegte, dass nur Menschen mit psychischen Erkrankungen Hilfe finden: Die betreuten Klienten haben alle Arten von Behinderungen. "Natürlich haben wir auch Anfragen von psychisch Kranken", sagt Stephanie Gottschall. "Aber wenn diese keinen Schwerbehindertenstatus haben, können wir ihnen nur bedingt helfen." Hier zeigt sich auch die Krux der Arbeit: Der Bedarf an professioneller Hilfe ist enorm hoch. Doch den Anfragen steht lediglich ein begrenzte Platzangebot beim IFD gegenüber.
Kristina Kofel betreut vor allem Menschen im berufsbegleitenden Dienst: "Ich bin Ansprechpartnerin, wenn es am Arbeitsplatz nicht rund läuft." Ziel ihrer Arbeit ist es, solange wie möglich den Arbeitsplatz zu erhalten:"Die Kündigung ist erst die allerletzte Konsequenz. Und auch in diesem Fall begleiten wir unsere Klienten."
Dann übernimmt ihre Kollegin Stephanie Gottschall, die den Bereich Vermittlung betreut. Die Einstellung eines Menschen mit einer schweren Behinderung steht gegen viele Vorbehalte:"Umso schöner ist es, wenn wir dann einen Betrieb überzeugen können, einem Menschen eine Chance zu geben."
Viele Betriebe wissen oft auch nicht über die Möglichkeiten zur Förderung durch die Arbeitsagentur oder andere Institutionen Bescheid. In anderen Situationen kann bereits die Umgestaltung des Arbeitsplatzes oder die Versetzung in einen anderen Unternehmensteil den Arbeitsplatz erhalten. "Grundsätzlich wissen alle Beteiligten unsere Arbeit sehr zu schätzen."
Kristina Kofel kommt ihre Muttersprache russisch zugute.
Sie konnte zwischen einem Klienten und dem Betrieb vermitteln und so für beide Seiten eine Perspektive für den Mitarbeiter finden - genau das ist das Ziel des IFD.
Aktuell verfügt der IFD der AWO Gemeindepsychiatrie über freie Plätze im Bereich der Vermittlung und Arbeitssuche für Menschen mit Schwerbehinderung. Interessierte erhalten Informationen unter der 02631 / 969890.
11.09.2010
Mehr Mobilität für die AWO-Gemeindepsychiatrie
WZ.: Klienten und Mitarbeiter der AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg freuen sich über einen nagelneuen Ford Fiesta, den die "Aktion Mensch" zur Verfügung stellte. Von der Stiftung Geisberg und dem Verein zur Unterstützung gemeindenaher Psychiatrie stammt der Ford Transit Kleinbus. Beide Fahrzeuge werden für Einkäufe, Behörden- und Arztbesuche sowie für Ausflüge benötigt.
15.09.2010
Hilfe für Behinderte
Neuwied.: Behinderten oder schwerbehinderten Arbeitslosen fällt es oft schwer, bei all den verschiedenen Ämtern, Gesetzen und Fördermöglichkeiten den Überblick zu behalten. Ein Informationsabend soll helfen, sich in dieser Lage zurechtzufinden oder dort herauszukommen. Die Veranstaltung findet im Cafe'KIS der AWO Gemeindepsychiatrie gemeinnützige GmbH in der Heddesdorfer Straße 18 in Neuwied statt. Am Montag, 20. September, referiert dort Doris Jöckel von 17 bis 19 Uhr über die sozialen Rechte von behinderten oder schwerbehinderten Menschen.
11.09.2010
Alleinerziehende Frauen treffen sich
Zweite Veranstaltung im "Forum Selbsthilfe"
Kreis Neuwied.: "Allein erziehen...und nicht allein sein", so lautet das Motto der Selbsthilfegruppe "Treff der alleinerziehenden Frauen", die sich auf der zweiten Veranstaltung in der Reihe "Forum Selbsthilfe" am Mittwoch, 15. September, um 17 Uhr im Cafe'KIS (Kontakt-und Informationsstelle) an der Heddesdorfer Straße 18 in Neuwied vorstellt. Bei Bedarf ist auch für Kinderbetreuung gesorgt. Nach einer Vorstellung der Arbeitsbereiche besteht die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch.
Oft stehen alleinerziehende Frauen mit einer Vielzahl von Fragen und Problemen allein da. Das muss nicht sein, so die Meinung der Gruppe. In regelmäßigen Gruppentreffen informieren sie sich gegenseitig, tauschen sich aus,unterstützen sich und sprechen sich in Krisensituationen Mut zu.
Dabei ist das wichtigste Ziel der Gruppe, sich gegenseitig so zu stärken, dass "frau" für den Alltag gerüstet ist.Daneben beschäftigt sich die Selbsthilfegruppe auch mit vielfältigen Erziehungsfragen.
Infos: Diana Franke-Meyer, 02631/353533 oder 355055
24.08.2010
Flamenco-Rhythmen verzauberten die Innenstadt
Andalusisches Flair in Montabaur - Veranstaltung des Kulturbüros
Montabaur.: Zum zweiten Mal veranstaltete das Kulturbüro der Stadt am Samstag ein Flamenco-Festival. Musik, Tanz und Workshops rund ums Thema in bemerkenswerten Aufführungen nähergebracht.(....) Nicht minder temperamentvoll ging es im "Cafe' Vogelhaus" zu, wo Manuel Montilla seine Qualitäten als Sänger und Gittarist unter Beweis stellte. Jorge San Telmo gilt als zur Zeit bester Tänzer der deutschen Flamencoszene. Mit der Gruppe "Flamenceteando" präsentierte er im "El Mare" die authentische Kraft des traditionellen Flamencos ebenso wie zeitgenössische Interpretationen des andalusischen Volkstanzes.(....)Ehe die Höhepunkte des Festivals mit "Compania Dulce Amargo" im Innenhof von "Victor's" und mit Bettina Castano im "Alten Rathaus" entzündet wurden (...), durften die Gäste mit "madrugaflamenca" im Restaurant der Stadthalle Flamencotanz voller Intimität und Spontaneität genießen.
16.07.2010
Mit neuen Ansätzen Menschen integrieren
Altkleider-Recycling in kleinen Ortsgemeinden schafft Arbeitsplätze
Bad Marienberg.: Die AWO Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg betreut bereits seit acht Jahren das Arbeitsmarktprojekt "Menschen in Arbeit". Zusammen mit 150 regionalen Firmen werden passende Arbeitsplätze speziell für psychisch beeinträchtigte Menschen gesucht.
Ziel der AWO mit ihren verschiedenen Integrationsfirmen wie OptiServ ist die Eingliederung in die Arbeitswelt.
Mehr als 100 psychisch beeinträchtigte Menschen werden von der AWO selbst beschäftigt.
Mit modernen Ansätzen werden neue Berufe in sinnvollen Nischen etabliert. Dazu gehören der Lieferservice von Holzpellets für ein Wäller Energieunternehmen und das Angebot von Haushaltsauflösungen.
Gerade erst begonnen hat das Altkleider-Projekt der AWO. Derzeit werden nur 40 % der alten Textilien fachgerecht entsorgt. In vielen kleinen Ortsgemeinden gibt es keine Entsorgungsstellen, dabei bedeutet jedes zusätzliche Recycling echte Müllvermeidung.
Das neue Tätigkeitsfeld soll in den nächsten Jahren mehrere sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit angemessener Entlohnung schaffen. Ein Beispiel ist Kai M. aus der VG Hachenburg, der mit einem Kleinlaster regelmäßig die ersten AWO-Container im Wesaterwald anfährt und die Altkleider beim Kooperationspartner AWO Siegburg anliefert. Von dort werden die Textilien für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke weitergeleitet. Ende des Jahres sollen an die hundert Container in den kleinen Westerwälder Gemeinden aufgestellt sein.
Dafür sucht OptiServ weitere geeignete Standorte.
Wegen seiner psychischen Beeinträchtigung wurde Kai M. von der Fachklinik in Wissen betreut. Um ihm eine neue Perspektive zu ermöglichen, nahm der hauseigene Sozialdienst Kontakt zur AWO in Bad Marienberg auf.
Mithilfe der AWO machte der gelernte Kaufmann Praktika im Dorfladen in Oberwambach und in einem Baumarkt in Betzdorf. Heute ist er ein verlässlicher Mitarbeiter des Altkleider-Projekts und wird bei OptiServ auch in Produktion, Verpackung und Gartenpflege eingesetzt: "Ich bin froh, dass ich jetzt eine geregelte Arbeit habe", freut sich Kai. "Es gibt ständig Abwechslung und bleibt interessant. Auch die Gespräche mit den Kollegen tun mir gut." Wer viele Textilien zu Hause hat, die er loswerden möchte, braucht nicht alles selbst in den Container zu stopfen. Die AWO holt bei Bedarf die Sachen gerne zu Hause ab. Weitere Infos unter Tel.:02661 / 9808790 oder per E-Mail
19.07.2010
Bündnis sucht Mitstreiter - Forum für Soziale Gerechtigkeit stellt neue Aktivitäten vor
Auch Besuche in sozialen Einrichtungen sollen fortgesetzt werden
WZ.:Westerwaldkreis. Die Kommunalpolitik im Westerwald muss sich wieder stärker am Grundsatz sozialer Gerechtigkeit ausrichten. Dazu will auch das Forum beitragen. Bei seinen Veranstaltungen zu wichtigen sozialen Themen geht es häufig auch um Versäumnisse.
Da es sich beim Forum nur um eine offene Interessengemeinschaft handelt, fehlen eigene Räume und finanzielle Mittel. Deshalb wird bei allen Aktionen die Kooperation mit Organisationen, Einrichtungen, Verbänden und Stiftungen gesucht. Diese Zusammenarbeit verleiht den Aussagen des Forums auch entsprechendes Gewicht auf lokaler und landespolitischer Ebene. Das Forum kann sich aber kaum um schwierige Einzelfälle kümmern. In einem Gespräch mit der "Liga der Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege" im Kreis wurde festgestellt, dass dies weiterhin Sache der Verbände bleibt.
Im ersten Halbjahr wurden schon wichtige Diskussionen angestoßen. So gab es den ersten Westerwälder Pflegestammtisch. Er wird am 10. November in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) fortgesetzt. Dazu kommt der Pflegekritiker Claus Fussek in den Westerwald, um seine Sicht zu erläutern.
Auftakt der neuen Reihe ist aber am 26. August in Ransbach-Baumbach. Gemeinsam mit der Erich-Kästner-Schule gibt es ein Fachgespräch zu "Chancen für chancenlose Jugendliche in Ausbildung und Beruf." Um Jugendliche an der Kreuzung Schule-Leben-Beruf geht es am 16. September bei einer Theateraufführung in Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-Realschule in Montabaur. Das professionelle Jugendtheater "Cactus" spielt das Stück "Crossroads". Danach wird mit den Zuschauern diskutiert.
Die verbesserte gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen steht erneut im Oktober und Dezember im Mittelpunkt. Am 21. Oktober soll es in Kooperation mit der Kreisvereinigung der Lebenshilfe eine Podiumsdiskussion geben mit einer Einleitung des Landesbehindertenbeauftragten Ottmar Miles-Paul. Am 04. Dezember wird Ruben Rhensius in Wirges mit dem dortigen Behindertenbeauftragten der Stadt seine Bachelorarbeit "Integration von Menschen mit Behinderung unter besonderen berücksichtigung von Freizeitmöglichkeiten" vorstellen.
Die Planung für 2011 läuft bereits. Das "Forum Soziale Gerechtigkeit" ist bei Veranstaltungen zur Kooperation mit Organisationen und Einrichtungen bereit.
Infos zum "Forum Soziale Gerechtigkeit" bei Uli Schmidt, Tel.: 06439 / 909227 oder E-Mail
10.07.2010
Haus weicht neuem Dorfladen
Dorferneuerung im Westerwald - Mündersbach schafft Platz für einen modernen Dorfladen
WZ.: Mündersbach. In der Koblenzer Straße 18 in Mündersbach fressen sich derzeit die Bagger eines Schenkelberger Abrissunternehmens durch ein leerstehendes Mehrfamilienhaus. Grund ist der geplante Neubau eines Dorfladens durch die Ortsgemeinde. Mit einer Ladenfläche von stattlichen 200 Quadratmetern soll ein barrierefreies Geschäft mit Parkmöglichkeiten entstehen, das die Einwohner aus dem Dorf mit Frischwaren versorgt. Die AWO als Betreiber hat schon positive Erfahrungen mit ähnlich strukturierten Läden gesammelt - sie sind immer eine Bereicherung in den Dörfern.
Wenn die Bevölkerung im Schnitt nur 15 Prozent ihres Lebensmittelkonsums im Dorfladen bezieht, soll sich ein solcher Betrieb laut Konzept bereits von allein tragen können.
Zusätzliche Angebote wie ein integriertes Bistro sollen die Attraktivität des Dorfladens auch für kommunikativen Austausch steigern. Als besonderen Service liefert der Dorfladen seine Waren für ältere und beeinträchtigte Menschen direkt nach Hause. Viele Geschäfte hier unterlagen dem Konkurrenzdruck, zuletzt eine Metzgerei.
Die Gesamtinvestition beträgt einschließlich des Hauserwerbs und der Abrissarbeiten rund 530000 Euro. Davon wurden 113000 Euro Zuschuss aus dem Landesprogramm Dorferneuerung bewilligt. Für den Rest kommt die Ortsgemeinde auf, die sich dafür zwar verschulden muss, in der Ratssitzung aber einen soliden Finanzierungsplan vorgelegt hat.
Im Dorfladen werden vier bis fünf Arbeitsplätze
für Menschen mit Beeinträchtigungen entstehen.
Starten soll der Mündersbacher Laden Anfang Dezember.
28.06.2010
20000 Euro für die AWO
WZ.: Westerwaldkreis. Die Arbeiterwohlfahrt benötigt einen neuen Kleinbus für die Beförderung der 85 Bewohner im Wohnheimbereich Kreis Westerwald. Das Fahrzeug soll die Mobilität der in unterschiedlichen Gruppen lebenden psychisch kranken Menschen unterstützen und ihnen die Teilnahme an Angeboten des öffentlichen Lebens ermöglichen.
Der Kleinbus wird vor allem für Arztbesuche, Einkaufsfahrten und Freizeitaktivitäten genutzt. Die Aktion Mensch unterstützt den Kauf eines Ford Transit mit 20200 Euro.
Infos zur Arbeit der AWO unter 02661 / 983605
19.06.2010
Miehlens Dorfladen trägt sich
AWO betreibt das Geschäft seit einem Jahr
Rhein-Lahn-Zeitung.: Dorfläden sind mehr als nur Stätten zum Einkaufen, sie dienen auch der Kommunikation. Der Dorfladen in Miehlen weist darüberhinaus eine Besonderheit auf.
Die zweitausend Einwohner zählende Gemeinde Miehlen kann sich glücklich schätzen, dass es nach wie vor einen Dorfladen gibt. Denn der von der AWO betriebene Laden schließt eine echte Versorgungslücke.
Diesen Geburtstag galt es am Freitagvormittag zu feiern.
Es handelte sich damals um eine "stille Eröffnung", um den Druck auf die Mitarbeiter nicht zu erhöhen, bei denen es sich zu fünfzig Prozent um Menschen mit einem Handicap handelt. Sie erhalten hier die Möglichkeit einer Integration in den Arbeitsmarkt. In Miehlen haben vier Personen eine Anstellung bekommen, darunter ein Auszubildender. Zusätzlich besteht dort die Möglichkeit für Praktika, auch stundenweise.
Peer Lemmerz hielt seine Ansprache bewusst kurz, "denn wir wollen noch den Anpfiff mitbekommen." Der Dorfladen wird wirtschaftlich geführt, d.h. es muss mindestens eine "schwarze Null" geschrieben werden. Er wünscht sich einen noch höheren Zuspruch seitens der Bevölkerung, "um auch Rücklagen bilden zu können." AWO-Geschäftsführer Frank Kröller berichtete davon, dass er 1996 den ersten Dorfladen eröffnet habe, der noch heute existiert. Er habe sich aber auch von Läden trennen müssen, da sie nicht angenommen worden seien. Peer Lemmerz sprach von einem ganzen Strauss an Waren, die der Laden bereithalte. So gibt es neben der gesamten Palette an Lebensmitteln auch Obst und Gemüse. Um den älteren Bürgern entgegenzukommen, können sie ihre Bestellungen telefonisch aufgeben; sie erhalten dann die Waren nach Hause gebracht. Auch Sonntags gibt es die frischen Backwaren von der Miehlener Bäckerei Scholl zu kaufen.
Der zweite Beigeordnete Lothar Bindczeck rief noch einmal in Erinnerung, wie vor zwei Jahren die Angst in Miehlen umging, dass der bestehende Laden geschlossen würde.
Heute müsse zum Glück niemand nach Nastätten zum Einkaufen fahren, so auch Verpächterin Ingrid Palm.
12.05.2010
Depressionen stehen im Mittelpunkt
VHS Neuwied informiert über Depressionen und Angebote der Therapie und Hilfe
Einhundertzwanzig Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zur Information. Die Volkshochschule organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Selbsthilfenetzwerk gemeindenahe Psychiatrie e.V. und der Kreisverwaltung Neuwied in der Reihe "Irrwege verstehen".
Depressionen stehen zurzeit im Mittelpunkt verschiedener Veranstaltungen. Der Landkreis unterstützt, in Kooperation mit den Kreisen Mayen-Koblenz und Ahrweiler sowie der Stadt Koblenz, die Verbesserung der Situation depressiv erkrankter Menschen. In einem Bündnis gegen Depressionen wird in Kooperation mit den psychiatrischen Fachkrankenhäusern in der Region als Schwerpunktthema Depressive Erkrankungen behandelt.
Für Mittwoch, 26. Mai ist die Gründung einer "Selbsthilfegruppe Angst und Depressionen" durch das Selbsthilfenetzwerk gemeindenahe Psychiatrie geplant.
Die Eröffnungsveranstaltung findet im Cafe' KIS, Heddesdorfer Str. 18 in Neuwied ab 18.00 Uhr statt.
Infos zur Veranstaltung unter 0176 38328174. Auch die Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises hält kostenlose Infomaterialien über depressive Erkrankungen bereit. Info bei Dr. Kettler unter 02631 - 803 732
16.06.2010
CDU Ortsverband Miehlen besucht mit MdL Matthias Lammert den Dorfladen in Miehlen
"Blaues Ländchen Aktuell".: "Dorfläden sind eine wichtige Voraussetzung, um die Lebensqualität in unseren Dörfern gerade für ältere Menschen zu sichern",
so der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Lammert bei seinem Besuch. Die Einrichtung des Dorfladens an der Rathausbrücke im Ortsmittelpunkt der Mühlbachgemeinde jährt sich in diesen Tagen. Grund genug für die Christdemokraten aus Miehlen, sich einmal "nach dem Geschäft" zu erkundigen. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten erfuhren die Besucher, dass der Verlauf der letzten Jahre als positiv zu bewerten sei. Weil die Preise im Laden sich kaum von denen im Supermarkt unterscheiden, lohne es sich, so Lammert, hier im Ort seine Einkäufe zu tätigen.
Die Arbeiterwohlfahrt ermöglicht in den Läden auch Arbeitslosen den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben.
Auch die Möglichkeit einer Ausbildung
zum Einzelhandelskaufmann verdiene jede Unterstützung,
so Lammert.
12.06.2010
Adenauer-Platz ist die "gute Stube" der Stadt
Innenminister Karl Peter Bruch lobt Montabaurer Zentrum beim Empfang zur offiziellen Eröffnung
WZ.: Montabaur. Anstrengende Monate liegen hinter den Bauarbeitern und den Anliegern des Adenauer-Platzes. Und obwohl die neu gestaltete Fläche im Zentrum der Kreisstadt schon seit November freigegeben ist, stand die offizielle Eröffnung noch aus. Pünktlich zum Beginn der Fußball-WM ist es nun so weit. Mit einem abwechslungsreichen Programm wird drei Tage lang gefeiert. Zum Auftakt kam als "Stargast" der Mainzer Innenminister Karl Peter Bruch vorbei. Das Land Rheinland-Pfalz hat finanziell einen großen Beitrag zur Sanierung der Tiefgarage Mitte und des Adenauer-Platzes geleistet. Die Projekte kosteten zusammen rund 5,6 Millionen Euro und wurden aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Die Bewilligung der Anträge sei kein Standardprogramm gewesen, erinnerte Montabaurs VG-Bürgermeister Edmund Schaaf bei der Eröffnung. Es gab intensive Gespräche der Kommunalvertreter mit dem Land. Umso mehr freuen sich nun alle Beteiligten über das Ergebnis. In den Augen des Innenministers verdient der Adenauer-Platz die Bezeichnung als "gute Stube" der Stadt. Montabaur habe in den vergangenen dreissig Jahren eine Entwicklung genommen, die der Stadt eine überregionele Bedeutung verleihe. Vor diesem Hintergrund war es auch auf Landesebene möglich, die Sanierungsprojekte zu fördern. "Die Platzgestaltung ist beispielhaft," sagte Bruch.
Dem Hausherrn, Stadtbürgermeister Klaus Mies, war es vorbehalten, allen Beteiligten für die Mühen der vergangenen Monate zu danken. Vor allem die gute Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel wurde mehrfach erwähnt. Schließlich mussten die Geschäftsleute in der Bauzeit nicht nur Lärm, sondern auch Umsatzeinbuße verkraften. Nun jedoch sei der Adenauer-Platz ein "Vorzeigeprojekt, das den Aufenthalt in der Innenstadt noch reizvoller macht." Dieser Einschätzung schloss sich nicht zuletzt Projektsteuerer Patrick Weyand an.
12.06.2010
Kegelturnier war voller Erfolg
AWO-Gemeindepsychiatrie war Ausrichter - zwölf Teams traten an
WZ.: Bad Marienberg / Rennerod. Zwölf Teams (BSG Sportfreunde Kühr aus Niederfell, Werkstatt für behinderte Menschen aus Polch, Caritas Rotenhain, Langauer Mühle, Caritas Montabaur, MoDiTec Montabaur, Heime Scheuern, Kloster Ebernach, Lebenshilfe Steckenstein sowie die beiden gastgebenden Mannschaften der AWO Gemeindepsychiatrie Bad Marienberg) gingen beim traditionellen Kegelturnier an den Start. Bevor jedoch die ersten Kugeln rollten, begann der Tag für die Teilnehmer mit einem gemeinsamen Frühstück im katholischen Pfarrzentrum in Bad Marienberg. Gestärkt versammelten sich alle in Rennerod am Soldatenfreizeitheim "Haus am Alsberg" zum spannenden, sportlichen Wettkampf. Sieger nach Punkten wurden schließlich die Kegler der Caritas-Betriebsstätte MoDiTec in Montabaur vor den Caritas-Kollegen Montabaur und den Freunden von der Langauer Mühle. Die drei Erstplatzierten erhielten als Trophäe einen Pokal, während sich die übrigen Teilnehmer über eine Medaille freuten.
28.05.2010
Verschiedene Wege zum Ziel der Integration
CDU-Kreistagsfraktion Westerwald informierte sich über Arbeit der AWO-Gemeindepsychiatrie
WZ.: Bad Marienberg. Über die Leistungspalette der AWO-Gemeindepsychiatrie mit den Schwerpunkten Arbeiten und Wohnen informierten Geschäftsführer Frank Kröller und seine Mitarbeiter eine Besuchergruppe der CDU-Kreistagsfraktion Westerwald. Neben einem Wohn- und Betreuungsangebot komme den Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen zur dauerhaften Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erhöhte Bedeutung zu. Bereichsleiterin Doreen Schuy teilte mit, dass 85 Klienten in 15 Wohngruppen geregelte Tagesstrukturen erfahren. Letztlich soll mit der im Regelfall vorübergehenden Unterstützung die Eigenverantwortung sowie eine berufliche Stabilisierung erreicht werden.
CDU-Kreisvorsitzende Gabriele Wieland berichtete, dass verbesserte technische Rahmenbedingungen auch bei der Finanzierung mehr Eigenverantwortung ermöglichen.
Bei einem Rundgang konnte sich der Arbeitskreis einen Eindruck von den behaglich eingerichteten Wohnbereichen machen. Große Anstrengungen werden unternommen, so Axel Hain (persönliches Budget) um beeinträchtigte Menschen in lokale Strukturen und damit in die Gesellschaft zu integrieren. Dies gelinge mit dem "persönlichen Budget", bei dem auch individuelle Fördermaßnahmen vereinbart werden können. CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Christel Krischkowski merkte an, dass die von der AWO initiierten Serviceangebote in der Region Bad Marienberg auf eine gute Resonanz stoßen. Damit verbunden sei auch ein herzliches Miteinander in der Bevölkerung.
Vergleichsweise hoch ist die Erfolgsquote bei den Bemühungen, Menschen in feste Beschäftigungsverhältnisse zu bringen. Der Einstieg erfolgt oft durch mit der AWO kooperierende Unternehmen oder mit der eigenen Beschäftigungsfirma OptiServ.
Dauerhafte Arbeitsplätze, so Markus Treptow und Guido Bender, werden in den Dorfläden und im Cafe' Vogelhaus in Montabaur angeboten. Ein niedrigschwelliger Einstieg ist auch die Tagesstätte in Montabaur. Insgesamt misst Geschäftsführer Frank Kröller gerade den Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt eine große Bedeutung zu.
Sorgen äußerte die Gesprächsrunde im Hinblick auf die Situation lernbehinderter Schüler. "Hier müssen wir dafür Sorge tragen", sagte Kreistagsmitglied Paula Maria Maaß, dass diese nicht durch das Netz fallen."
29.05.2010
Integrationsdienst übersetzt Broschüre
AWO-Angebot für Migranten mit Behinderung
RZ.: Kreis Neuwied. Der Integrationsfachdienst (IFD) der AWO Gemeindepsychiatrie hat seinen Info-Flyer in die russische und türkische Sprache übersetzen lassen. Der Flyer erklärt überschaubar die Beratungsangebote des IFD.
Dass Deutschland ein Zuwanderungsland geworden ist, das stellte die Süssmuth-Kommission schon im Jahr 2001 fest. Menschen mit Migrationshintergrund oder -erfahrung stellen mittlerweile ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland.
Oft haben diese Menschen bei der suche nach passenden Beratungsangeboten grosse Hindernisse zu überwinden.
Maßgeblich bei der Übersetzung geholfen haben Irina Isaak, Pädagogikstudentin und ehemalige Praktikantin bei der AWO Gemeindepsychiatrie, Lydia Altintop und Maria Johnson von der Koordinierungsstelle Integration der Stadt Neuwied.
Der Integrationsfachdienst der AWO Gemeindepsychiatrie befindet sich seit mehr als zehn Jahren zusammen mit dem IFD der Heinrich-Haus gGmbH Neuwied und dem IFD der Caritas Betzdorf in einem Trägerverbund. Er richtet sich an Menschen, die wegen einer körperlichen Behinderung oder psychischen Erkrankung Schwierigkeiten haben, ihren Arbeitsplatz zu erhalten oder einen neuen zu finden.
Neben der Vermittlung von Menschen mit Behinderung in ein geeignetes Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis bildet der berufsbegleitende Dienst (BBD) einen weiteren Schwerpunkt des Integrationsfachdienstes der AWO. Die Pädagoginnen Barbara Neuendorf, Stephanie Gottschall und Kristina Kofel stehen sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern bei Fragen und Problemen für eine Beratung zur Verfügung.
Voraussetzung für die Unterstützung durch den BBD ist der Status der Schwerbehinderung, die sogenannte Gleichstellung oder eine vom Facharzt bestätigte psychische Erkrankung. Für die Hilfesuchenden entstehen keine Kosten, da der IFD und der BBD über das Integrationsamt, die Bundesagentur für Arbeit sowie die zuständigen Rentenversicherungsträger finanziert werden.
Infos bei Barbara Neuendorf, Allensteiner Straße 61 b 56566 Neuwied, Tel.: 02631 / 969 890
25.05.2010
Akustik-Rock-Duo "Take 2 Live" gastierte im Cafe' Vogelhaus
WZ.: Montabaur. Tolle Lieder und eine angenehme Stimmung im Cafe' Vogelhaus erlebten die Gäste beim Eventabend mit "Take 2 Live". Das sind die Sängerin Conny Staebel und der Gitarrist Andreas Schäfer. Das Akustik-Rock-Duo verzauberte seine Gäste mit Stücken aus eigener Feder, aber auch mit populären Coversongs. Musikalische Höhepunkte waren die eigenen Stücke "Here" und "Left behind" und eine Interpretation von "This is The Life" von Amy Macdonald. Das Publikum wollte den Abend garnicht enden lassen und forderte unter tosendem Beifall noch mehrfach Zugaben.
15.05.2010
Der Supermarkt in Hillscheid schließt wohl im Herbst
Keine Nahversorgung mehr - CDU schreibt offenen Brief an Verantwortliche
WZ.: Hillscheid. Die Schließung des Supermarktes in Hillscheid im Herbst bedeutet das Aus für die Nahversorgung in dem rund 2500 Einwohner zählenden Gemeinde. Auch eine Gaststätte gibt es seit zwei Jahren nicht mehr.
Die CDU Hillscheid will für den Erhalt des Marktes werben. In einem offenen Brief wenden sich die Christdemokraten gemeinsam mit Ortsbürgermeister Artur Breiden und dem Fraktionsvorsitzenden der Union, Eckhard Kilian, an die Verantwortlichen und bitten darum, die Entscheidung zu überdenken. Für viele ältere Menschen, aber auch für junge Familien sei der Edeka-Markt wegen der schlechten Anbindung an den Nahverkehr oft die einzige Einkaufsmöglichkeit.
Die Schließung wäre ein großer Rückschritt im Prozess der Dorferneuerung und anderer Zukunftskonzepte, so schreibt Jürgen Binder in seinem offenen Brief.
Offenbar steht eine Pachterhöhung ins Haus, für Edeka ist wohl der Erlös pro Quadratmeter zu gering; das Pächterehepaar war zu einer Stellungnahme gegenüber der WZ nicht bereit.
15.05.2010
Ötzingen: "Brücke" bringt vieles in Fluss
Die Brücke am Ortseingang von Ötzingen ist dringend sanierungsbedürftig; vom Team "Die Brücke" kann man das ganz und gar nicht behaupten. Die agilen Senioren setzen mit großem Engagement ein Bundesmodellprogramm um, das sich im Kern mit der Frage befasst, wie das Dorf der Zukunft aussehen könnte.
WZ.:Ötzingen. Die Ortsgemeinde Ötzingen nimmt als erstes Dorf in der Verbandsgemeinde Wirges am Modellprojekt "Aktiv im Alter" teil. Die vom Bund mit einem Betrag von 10.000 Euro geförderte Initiative, von der deutschlandweit nur 150 Gemeinden profitieren, zielt darauf ab, ehrenamtliches Engagement im Dorf anzustoßen und generationenübergreifende Projekte in Gang zu setzen.
Angeleitet von der Moderatorin ermittelt ein Team von fünf ehrenamtlichen Seniortrainern anhand eines Fragebogens, wo der Schuh drückt.
Obwohl die Gemeinde mittlerweile auf 1500 Einwohner gewachsen ist, fehlt den Menschen etwa ein Lebensmittelgeschäft im Ort.
Doch es gibt einen potentiellen Interessenten -
die AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg. Auch wenn derzeit ein geeignetes Gebäude derzeit nicht zur Verfügung steht - "Aktiv im Alter" wird eine Lösung finden.
April 2010
Kabarett mit den "Weberinnen"
Veranstaltung im Cafe KIS war ein voller Erfolg
Blick aktuell, April 2010. Ende Februar begeisterte das Bonner Frauenkabarett das Publikum im Cafe' KIS. Da die Veranstaltung bereits einige Wochen zuvor restlos ausverkauft war, entschlossen sich die Organisatoren (die städtische Frauenbeauftragte Sandra Thannhäuser und die Leiterin des Cafe' KIS Diana Franke-Meyer) für eine Folgeveranstaltung, die ebenfalls wieder komplett ausverkauft war. Bei beiden Veranstaltungen begeisterten Gabi Weber-Körner und Sybille Clement das Neuwieder Publikum mit ihrem Programm "Fit für den Arbeitsmarkt". Zwei Stunden lang widmeten sie sich dem Thama Arbeitswelt frei nach dem Motto "Raus aus Hartz IV, rein in den Job. Dabei unterbreiten sie ihrem Publikum vielfältige Ideen vom Oma-Service über die Ölbohrinsel zum Hundesitting.
Wieder einmal gelang es ihnen, gesellschaftliche und politische Entwicklungen aus Sicht der "Frau auf der Straße" mit viel Witz darzustellen und so das Publikum im Sturm zu erobern.
Ein erneutes Gastspiel in Neuwied werden die "Weberinnen" voraussichtlich zum Jahresende geben - wieder im Cafe'Kis, dann aber mit neuem Programm.
30.04.2010
Rollende Märkte und ein Einkaufsparadies in Bürgerhand
Blick über Kreisgrenzen, Versorgung benachbarter Gemeinden - Integration psychisch Kranker
RZ.: Kreis Neuwied. Was tun, wenn es im Dorf keinen Laden mehr gibt? Vielerorts bemühen sich kleinere Gemeinden um ein Lebensmittelgeschäft im Ortskern, doch meist scheitert eine Neueröffnung an der mangelnden Rentabilität. Ein Blick über die Kreisgrenzen zeigt, wie benachbarte Kommunen dennoch "wohnortnahe Versorgung" sicherstellen.
In Kettig (Kreis Mayen-Koblenz) rollte am vergangenen Montag erstmals ein mobiler Supermarkt an. Zunächst auf Probe wird die Firma Heiko aus Neuendorf bei Daun die Kettiger mit Lebensmitteln versorgen: einmal wöchentlich, an drei Standorten, je eine Stunde lang. Auch eine direkte und kostenfreie Lieferung an die Haustür ist möglich. Die Absprache und Terminierung erfolgt in diesem Fall direkt am Verkaufswagen, per Telefon, Fax oder E-Mail.
In Kettig hatten Bürger in der Vergangenheit immer wieder den Wunsch nach einem Tante-Emma-Laden geäussert, da es dort seit Jahren kein Geschäft mehr gibt. Laut Geschäftsführer Dr. Reinhard Steinkamp beliefern die rollenden Heiko-Märkte linksrheinisch rund 25.000 Kunden in mehr als 1.600 Orten zwischen Aachen, Köln, Koblenz und Luxemburg. Das Durchschnittsalter der Kunden beträgt 73 Jahre.
Auch die Einwohner von Wahlrod (Westerwaldkreis) haben aus der Not eine Tugend gemacht: seit zwei Jahren betreibt die Gemeinde einen Dorfladen in Eigenregie. Als der ortsansässige Verbrauchermarkt seine Pforten schloss, suchte der Gemeinderat nach einer schnellen Lösung, um den Bedarf zu decken. In nur vier Monaten wurde ein Konzept erarbeitet. Mit einem Risikokapital von 35.000 Euro verwandelten fleissige Helfer die Gemeindegaragen in ein kleines Einkaufsparadies, und bereits wenige Monate nach der Eröffnung schrieb der Dorfladen erstmals schwarze Zahlen. Drei ständige Mitarbeiter im Wechsel und zwei Aushilfen beschäftigt der Betrieb, die Zulieferer wie Metzger oder Bäcker stammen aus dem Ort. Zunächst war das Projekt auf ein Jahr befristet, doch das erfolgreiche Team durfte weitermachen.
Ein Erfolgskonzept ist auch das Dorfladen-Modell der AWO-Gemeindepsychiatrie mit Sitz in Neuwied. 1996 war das erste Lebensmittelgeschäft als Integrationsbetrieb im Bad Marienberger Stadtteil Eichenstruth eröffnet worden. Inzwischen gibt es zehn Dorfläden dieser Art, unter anderem in Oberwambach (Kreis Altenkirchen ) oder Rossbach (Westerwaldkreis), und weitere sollen folgen. "Wir sind in guten Gesprächen, auch mit Gemeinden im Kreis Neuwied, sagt AWO-Mitarbeiter Otmar Schneider.
In den Dorfläden der AWO sind insgesamt 39 Mitarbeiter beschäftigt - regulär nach Tarifvertrag. 22 von ihnen haben eine dauerhafte Behinderung von mehr als 50 Prozent oder sind schwerbehinderten Menschen gleichgestellt.
Sie werden behutsam an den Arbeitsalltag herangeführt und erhalten ein echtes Qualifizierungsangebot. Schulung und Betreuung übernehmen erfahrene Kaufleute mit pädagogischer Zusatzausbildung. "Wir achten darauf, dass niemand überfordert wird", erklärt Schneider.
30.04.2010
"Take 2 Live" im Cafe' Vogelhaus
Medien erleben 17.: Montabaur. Die Gruppe "TAKE 2 Live" gastiert am kommenden Freitag, 07.Mai, um 20.30 Uhr im Cafe' Vogelhaus in Montabaur. "TAKE 2 Live" - das sind Gitarrist Andreas, der schon in einigen Bands Erfahrungen sammeln durfte und ausserdem fürs Songschreiben verantwortlich ist, und Sängerin Conny, die mit ihrem Gesang und eigenen Texten den Liedern einen unverwechselbaren Ausdruck verleiht.
Das Duo spielt Eigenkompositionen und Coversongs von gestern bis heute auf eine besondere Art. Songs von Alanis Morisette, Brian Adams, Juli, Silbermond und anderen werden rein akustisch dargeboten dargeboten. Die Philosophie von "TAKE 2 Live" ist es, die Stücke auf das wesentliche zu reduzieren und dabei für das Publikum eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Gefunden hat sich das Duo 2004 und mittlerweile kann "TAKE 2 Live" auf mehr als hundert Konzerte zurückblicken; im vergangenen Jahr standen sie mit "Here" und "Left behind" mehrere Wochen auf Platz eins der Internetcharts bei "My own Music" und "Track 4".
Karten für das Konzert im Vogelhaus kosten im Vorverkauf 6 Euro und an der Abendkasse 7 Euro.
Erhältlich sind die Tickets im Cafe' Vogelhaus in Montabaur, Konrad-Adenauer-Platz 9,
Infos unter 02602/9163594 oder 0173/9187562.
29.04.2010
Alternativen zum Wohnen im Heim
Thementag der AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg setzte auf Dialog
WZ.: Bad Marienberg. Von der Öffentlichkeit oft wenig beachtet leben viele Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung oder geistigen Behinderung im Heim.
Manchen gefällt es dort, viele haben sich daran gewöhnt, andere aber drängen auf mehr Selbständigkeit.
Dass bei der Suche nach Alternativen der Wille und die Mitwirkung der Betroffenen eine zentrale Rolle spielen, zeigte ein Thementag der AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg. Zweite Erkenntnis: Mit dem gesetzlichen Instrument des Persönlichen Budgets sind in Rheinland-Pfalz schon recht gute Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben geschaffen.
"Der Weg aus dem Heim - aber wie?", lautete die Fragestellung für die zahlreichen Gäste im Integrationsbetrieb OptiServ in Eichenstruth. Mitveranstalter war der Verein zur Unterstützung gemeindenaher Psychiatrie. Dessen Geschäftsführer, Ex-Staatssekretär Dr. Richard Auernheimer, sprach von 30.000 bis 40.000 beeinträchtigten Menschen in Rheinland-Pfalz, die Anspruch auf Leistungen hätten, ob im Heim, im betreuten Wohnen oder in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Nicht in erster Linie Expertenvorträge, sondern offene Tischgespräche in wechselnden Besetzungen prägten das Bild der Tagung. Damit war das Ziel eines Dialogs zwischen Betroffenen und Fachleuten aus Kommunen, Verbänden, Behörden und Einrichtungen errreicht: "Dieses Miteinander ist gut und wichtig", fanden zum Beispiel Winfried Weber (Gesellschaft für Behindertenarbeit in Hachenburg) und Doris Lindlohr (Psychiatriekoordinatorin der Kreisverwaltung Altenkirchen).
Persönliches Budget und individuelle Teilhabeplanung stellten sich in der Diskussion als Eckpfeiler einer modernen Sozial- und Behindertenpolitik heraus. Diese Instrumente tragen dazu bei, dass immer mehr beeinträchtigte Menschen den Auszug aus dem Heim wagen. Den Kostenträgern spart das Geld. Den Gewinn an Lebensqualität schilderte Klaus Laupichler vom Verband der Psychiatrieerfahrenen. Die Auflösung aller Heime stand keineswegs als Dogma im Raum. Mehrere Beiträge ließen Bedenken und Ängste vor einem Auszug erkennen.
Die AWO selbst bietet in den Landkreisen Westerwald und Altenkirchen 85 vollstationäre Wohnplätze und betreut gleichzeitig 40 Klienten mit persönlichem Buzdget.
Richard Auernheimer und AWO-Geschäftsführer Frank Kröller werteten den Thementag als Erfolg.
Er könnte auch manchen als Ermutigung gelten, das fortschrittliche rheinland-pfälzische Modell für die Erweiterung der eigenen Lebensqualität zu nutzen.
09.04.2010
Raus aus dem Wohnheim - aber wie?
AWO-Gemeindepsychiatrie veranstaltet Infotag
WZ.: Bad Marienberg. Für viele beeinträchtigte Menschen stellt ein Wohnheim einen Zufluchtsort dar, an dem sie sich aufgefangen fühlen, sich stabilisieren können und auf ein eigenständiges Leben, weitestgehend ohne fremde Hilfe, vorbereitet werden. Eine Zwischenstation also für viele, für manche aber auch langfristig ein "Zuhause".
Doch die Zahl der Menschen, die nach Alternativen zu einem Leben im Wohnheim suchen, steigt stetig.
Bedarfsorientiert erweitert sich auch die Angebotslandschaft - Betreutes Wohnen etwa oder eigene Wohnung mit Unterstützung im Rahmen des "persönlichen Budgets".
Wer aber klärt Fragen, bietet Unterstützung, wo stellt man entsprechende Anträge etc.?
Mit all diesen Fragen beschäftigt sich die Informationsveranstaltung: "Der Weg aus dem Heim - aber wie?
Sie findet statt am Dienstag, 27. April, von 13.30 Uhr in Eichenstruth, Vor der Heeg 1a, im Integrationsbetrieb "OptiServ" der AWO-Gemeindepsychiatrie.
Initiatoren des Thementages sind unter anderem Dr. Richard Auernheimer, Geschäftsführer, und Roswitha Beck, Kuratoriumsvorsitzende des Vereins zur Unterstützung gemeindenaher Psychiatrie, sowie der Vorsitzende des Landesverbands der Psychiatrieerfahrenen, Franz-Josef Wagner.
Zur Veranstaltung werden Interessierte aus allen Bereichen der Behindertenhilfe aus den Kreisen Westerwald und Altenkirchen erwartet. Hier kommen Betroffene tatsächlich zu Wort. Diskussionsrunden, Informationstafeln und der Austausch mit anderen, in lockerer Atmosphäre, bei Kaffee und Kuchen, laden zum aktiven Mitwirken ein.
Anmeldungen zur Veranstaltung unter Tel.: 02661 / 955 90
01.04.2010
Bei schönem Wetter ist die Minigolfanlage ab Ostersonntag wieder geöffnet
AWO Gemeindepsychiatrie betreut den Spielbetrieb
Ab Ostersonntag, den 04. April, ist es wieder so weit: Die Minigolfbahn im Kurpark von Bad Marienberg öffnet ihre Bahnen. Alle Gäste sind herzlich eingeladen, auf den 18 Bahnen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben, ihr Geschick mit dem kleinen Ball unter Beweis zu stellen.
Neben dem Spass beim Spiel ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt: kalte und warme Getränke, heisse Würstchen, Eis und Süßigkeiten werden den Gästen zu fairen Preisen angeboten.
Der Spielbetrieb wird wieder von Mitarbeitern des Integrationsbetriebs OptiServ, in Zusammenarbeit mit psychisch beeinträchtigten Menschen fachlich und fürsorglich betreut. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Öffnungszeiten ab 04. April 2010:
14.00 Uhr bis 18.00 Uhr (bei Bedarf auch länger)
Spielbetrieb für Gruppen ausserhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage. Bei schlechter Witterung bleibt die Anlage geschlossen.
Preise für die Benutzung der Bahnen:
Kinder bis 6 Jahre frei
Ab 7 Jahre bis 17 Jahre: 1,00 Euro
Erwachsene ab 18 Jahre: 2,50 Euro
Kontakt:
OptiServ Dienstleistungen, Vor der Heeg 1a, 56470 Bad Marienberg. Tel.: 02661 / 980 87 90 oder 01 70 / 96 50 408
16.03.2010
Forum für Selbsthilfegruppen eingerichtet
Erste Veranstaltung gibt Gebrauchsanleitung für die Arbeit in einer Organisation
RZ.: Kreis Neuwied. Selbsthilfe ist für viele Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine gute Stütze. Doch oft fehlt es an Wissen, welche Gruppen überhaupt in der Region existieren oder wie diese Gruppen arbeiten.
Hier möchte die neue Initiative "Forum Selbsthilfe" in Neuwied ansetzen. Dahinter stehen die Volkshochschule Neuwied, der "Verein zur Förderung der Selbsthilfegruppen und -initiativen in Stadt und Kreis Neuwied", die NeKis und das Cafe KIS an der Heddesdorfer Straße.
Ziel der Initiative ist es, den Gruppen in der Region eine Plattform zu bieten, auf der sie sich der Öffentlichkeit vorstellen können. "Die Initiative versteht sich als Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten , etwa dem jährlich stattfindenden Selbsthilfegruppentag", betont Henriette Meinhardt-Bocklet von der Neuwieder VHS.
Denn für viele Gruppen ist es schwer, Interessierte oder Betroffene zu erreichen. "Manche Bereiche der Selbsthilfe sind nach wie vor mit Scham behaftet", sagt Koordinatorin Christa Bergerhausen von der Nekis. Am 24. März, 18 Uhr im Cafe KIS stellen zwei Gruppen ihre Arbeit vor, "Angehörige von Forensik-Patienten" und "Angehörige von psychisch Kranken". "In den Köpfen sind noch zu viele Klischees, deshalb ist der Leidensdruck oft schon sehr hoch, wenn jemand in die Gruppe kommt", so Anne Nick von der Angehörigengruppe psychisch Kranker. "Man will sich nicht vollständig offenbaren, doch das verlangt auch niemand, das müssen wir den Leuten erstmal erklären", so Carmen Haubrich vom Förderverein Selbsthilfe.
"Ins Cafe KIS können Interessierte und Betroffene kommen, sich das Ganze anhören, und anschließend selbst entscheiden, ob sie sich hier gut aufgehoben fühlen", erläutert Diana Franke-Meyer vom Cafe KIS die Vorstellungen der Initiatoren.
Denn das ist für Gruppen oft ein Problem. Zum einen sind sie auf Öffentlichkeitsarbeit angewiesen, zum anderen wollen sie aber für ihre eigenen Mitglieder nach wie vor einen geschützten Raum zum Austausch bieten.
In diesem Sinn soll sich die Veranstaltungsreihe dann doch etablieren.
Die erste Veranstaltung des "Forums Selbsthilfe" findet am Mittwoch, 24. März, 18 Uhr im Cafe KIS an der Heddesdorfer Straße statt. Der Eintritt ist frei.
Infos unter 02631 / 353 533 oder 355 055.
02.03.2010
Behinderte Menschen zeigen viel Kreativität - Im Kreishaus in Montabaur sind rund hundert ausdrucksstarke Bilder zu sehen
Oft wird bei behinderten Menschen nur auf ihr Handicap geachtet.- Ihre Talente und ihre Leistungsfähigkeit kommen kaum zum Vorschein. Ein anderes Bild zeichnet die Ausstellung im Kreishaus
WZ.: Montabaur. Ihrer Vorstellung vom Glück verleihen behinderte Menschen malerisch Ausdruck - farbenprächtig, in verschiedenen Techniken wie Öl, Wachs, Aquarell, Bleistift und Radierung. Blumen gehören zu ihrem weiten Spektrum ebenso wie Landschaftsbilder und auch eine Arche Noah mit allerlei Getier. Es ist die erste Station der sehenswerten Ausstellung, und anzuschauen sind die rund hundert Werke nun bis zum 16. April im Foyer des Kreishauses in Montabaur. Menschen mit Behinderungen aus ganz Rheinland-Pfalz haben sie angefertigt.
Zusammengestellt wurde die Präsentation vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. Bereits zum neunundzwanzigsten Mal hatte die Behörde zu diesem besonderen Wettbewerb aufgerufen, ein neues Thema gibt es jedes Mal. Mehr als tausend Gemälde sandten die Künstler im Jahr 2009 ein. Eine Jury aus Grafikern, Malern und Galeristen wählte die besten Beiträge aus. Dreizehn davon finden sich in einem Kalender für das Jahr 2010 wieder. Er ist in einer Auflage von mehr als 20000 erschienen, die kostenlos verteilt werden. Weitere mehr als hundert Gemälde werden dann zu einer Ausstellung zusammengefasst und auf Reise quer durch Deutschland geschickt.
Zur Eröffnung in Montabaur kamen auch einige der Künstler. Kathrin Bischoff aus Bad Marienberg gehört dazu. Seit 2008 ist sie dabei; einen Marienkäfer als Aquarell hat sie gemalt. Vom Haus Alexander in Bad Neuenahr, wo psychisch Kranke betreut werden, waren mit ihrer Lehrerin Ellen Klimaschewski-Auen gleich mehrere Personen angereist, deren Werke in der Schau gezeigt werden. Sieben ihrer bis zu zehn Schüler haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Fünf von ihnen kamen in die Bestenauswahl, manche nicht zum ersten Mal. "Wir sind dabei, weil es Spass macht!"
Arbeit ist gut für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Doch sie muss passgenau sein. Was sich dahinter verbirgt, wurde in Montabaur diskutiert.
WZ.: Westerwaldkreis. Sowohl Arbeit als auch Arbeitslosigkeit können krank machen, auch psychisch krank. Aber gute Arbeit kann auch zur Gesundung beitragen. Weil dies so ist, setzt sich das "Forum soziale Gerechtigkeit" für mehr passgenaue Arbeitsplätze und Beschäftigungsmöglichkeiten für diesen Personenkreis im Westerwald ein. Bei einem Treffen im Cafe "Vogelhaus" in Montabaur wurden nun zwanzig Handlungsempfehlungen erarbeitet, für deren Umsetzung in den zuständigen Gremien und Organisationengeworben werden soll.
Kamen bei einem ersten Fachgespräch zum Thema überwiegend Experten zu Wort, so waren es diesmal vor allem Betroffene und Angehörige von Psychiatrieerfahrenen, aber auch einzelne Vertreter von Einrichtungen und Kommunalpolitiker, die sich für das Wohl der Kranken aus ihrer Region einsetzen wollen. Sie erlebten ein sehr intensives und zielgerichtetes Gespräch über das, was im Westerwaldkreis nach ihrer Ansicht notwendig ist, um die Situation der Betroffenen auf dem Arbeitsmarkt weiter zu verbessern.
Forumsprecher Uli Schmidt stellte bei der Begrüßung seine Vision für die psychisch kranken Menschen vor:"Ich stehe morgens auf, geh' zur Arbeit, und am Ende des Monats hab' ich soviel Geld verdient, dass ich davon leben kann." Durch die heute schon möglichen Ausgleichszahlungen für die Arbeitgeber keine ferne Vision, so Schmidt.
Bei allen Schritten und weitergehenden Forderungen wird davon ausgegangen, dass nur passgenaue Arbeitsplätze auch zum Erfolg führen. Entscheidend sind die Schwere der Behinderung und die fachliche und körperliche Leistungsfähigkeit. Gefordert werden verbesserte Möglichkeiten für Praktika und Arbeitserprobungen in Firmen des allgemeinen Arbeitsmarkts. Voraussetzung dafür ist eine erhöhte Bereitschaft der Unternehmen zur Beschäftigung behinderter Menschen. Von Arbeitsagentur und Jobcenter werden gezielte Angebote für diesen Personenkreis erwartet; auch die Schaffung von Zuverdienstprojekten als niedrigschwelliges Angebot, aber auch weitere Integrationsfirmen sind sinnvoll.
Die Ausweitung der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)wird als nicht zielführend angesehen, doch gilt dies weniger für Aussenarbeitsplätze in normalen Betrieben. Vor allem die Übergänge von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt müssen verbessert werden. Erwartet wird, dass das Thema bei der Psychiatrieplanung des Kreises und in der Psychiatriekonferenz auf Kreisebene mehr Gewicht bekommt.
Wichtig ist auch eine Verbesserung der regionalen Organisationsstrukturen der Hilfeangebote für Psychiatrieerfahrene im Westerwald. Angeregt wurde auch, ähnlich den "Ausbildungspaten" ein vergleichbares Modell für psychisch Kranke zu entwickeln, um diese bei der Suche nach Arbeit zu unterstützen. Damit sind die Betroffenen und ihre Angehörigen leider oft überfordert. Daneben sollen die gesetzlich festgelegten "Persönlichen Budgets" für behinderte Menschen genutzt werden, um ihnen mehr Entscheidungsfreiheit über ihre Lebens- und Wohnsituation zu ermöglichen. Diese und viele weitere Handlungsempfehlungen will das Forum nun in den Kreisgremien zur Sprache bringen.
27.02.2010
AWO-Gemeindepsychiatrie informiert über Angebote
RZ Altenkirchen-Sieg.: Kreisgebiet.
Die Selbsthilfegruppe für Angehörige von psychisch Kranken veranstaltet am Dienstag, 2. März, einen offenen und kostenlosen Vortragsabend. Die AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg, die unter anderem Wohngruppen und Arbeitsmöglichkeiten für psychisch Erkrankte anbietet, stellt zwischen 18 und 20 Uhr ihre Arbeit vor. Eingeladen sind Betroffene, Angehörige sowie Interessierte. Der Versammlungsort wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, Karin Greis, nimmt die Anmeldungen entgegen unter der 02681 / 5133 .
24.02.2010
Aktion Mensch hilft beim Kauf neuer Autos
Zwei Einrichtungen erhalten einen Zuschuss
WZ.: Hachenburg / Bad Marienberg. Dank finanzieller Hilfe der Aktion Mensch konnten jetzt das "Haus für Jugend- und Familienhilfe" (HaJuFa) in Hachenburg und die AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg jeweils ein neues Fahrzeug in Dienst stellen. (...)
Der ambulante überregionale Integrationsbetrieb der gemeinnützigen AWO-Gemeindepsychiatrie in Bad Marienberg betreut vierundzwanzig psychisch erkrankte Menschen in den drei Landkreisen Altenkirchen, Westerwald und Rhein-Lahn, die in zwölf Dorf- und Stadtläden Beschäftigung finden.
Es handelt sich um Tagesstättenbesucher und stationär betreute Bewohner der AWO-Gemeindepsychiatrie.
Eine optimale Betreeuung ist wegen der Beeinträchtigungen der Klienten unerlässlich. Durch den Einsatz des neuen PKW (Ford Fiesta, gefördert mit 9200 Euro) kann die Betreuung täglich in jedem der Läden angeboten werden, und es finden zudem regelmäßige Vor-Ort-Gespräche statt. Damit soll die Integration der behinderten Arbeitnehmer auf den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Aufgrund des Betreuungsbedarfs und des großen Einsatzgebiets in den drei Landkreisen ist die Betreuung mit vielen Fahrten und einem hohen Zeitaufwand verbunden.
Fragen zur AWO-Gemeindepsychiatrie?
Tel.: 02661 / 983605
08.02.2010
Hilfe bei Integration - Dienst für Behinderte
RZ.: Kreis Neuwied. Menschen mit Behinderung können im Job genau so gut sein wie Menschen ohne Behinderung. Es braucht nur ein Umfeld, das den vorhandenen Fähigkeiten zum Durchbruch verhilft. Dabei unterstützt das Beratungs- und Betreuungsangebot des Integrationsfachdienstes (IFD) der AWO-Gemeindepsychiatrie gemeinnützige GmbH in Neuwied.
Dieses Angebot besteht seit mehr als zehn Jahren zusammen mit dem IFD der Caritas Betzdorf und der Heinrich-Haus gGmbH Neuwied im Verbund. Der IFD richtet sich an Menschen, die wegen einer körperlichen Behinderung oder seelischen Erkrankung Schwierigkeiten haben, ihren Arbeitsplatz zu behalten oder überhaupt einen zu finden.
Neben der Vermittlung von Menschen mit Behinderung in ein geeignetes Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis (IFD-Vermittlung), bildet der Berufsbegleitende Dienst (BBD)einen weiteren Schwerpunkt des Integrationsfachdienstes.
Bei der IFD-Vermittlung sind noch einige Plätze frei, um Interessierte bei der Suche nach einer Beschäftigung zu unterstützen. Voraussetzung hierfür ist der Status der Schwerbehinderung oder die sogenannte Gleichstellung mit der Schwerbehinderung. Für die Hilfesuchenden entstehen keine Kosten, da der IFD über das Integrationsamt, die Bundesagentur für Arbeit sowie die zuständigen Rentenversicherungsträger finanziert wird.
Weitere Infos unter Tel.: 02631 / 969892
13.02.2010
Jobs für psychisch Kranke - Westerwald braucht mehr Arbeitsmöglichkeiten
Ein Dutzend Experten, zwölf verschiedene Meinungen ? Nicht so beim Fachgespräch zur Schaffung von Arbeitsplätzen für psychisch kranke Menschen im Westerwald.
WZ.:Westerwaldkreis. Eine vom "Forum Soziale Gerechtigkeit" organisierte Expertenrunde hat mehr Arbeitsplätze für psychisch kranke Menschen im Westerwald gefordert.
Uli Schmidt zitierte im Cafe Vogelhaus eine Psychiatriepatientin:"Arbeit kann krank machen, sie kann aber auch bei der Gesundung helfen:"
Als Hausherr begrüßte Guido Bender die zahlreichen Gäste im Cafe Vogelhaus. Das Cafe sei als Integrationsfirma mit einem hohen Anteil an Beschäftigten mit psychischer Erkrankung als Veranstaltungsort optimal.
Uli Krüger (Bonn) von der "Aktion Psychisch Kranke" (APK) räumte mit dem Vorurteil auf, dass psychische Krankheit und Arbeit nicht zusammenpassen. Das Thema sei auch deshalb so drängend, weil im Laufe eines Lebens etwa ein Drittel der Bevölkerung psychisch erkrankt. Da sei fast immer der richtige Arbeitsplatz die beste Therapie.
Dafür sorgt die Firma Best in Boppard mit 155 Beschäftigten in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis, davon achtzig überwiegend psychisch behinderte Arbeitnehmer.
"Wir bekommen für unsere schwerbehinderten Leute nicht mehr öffentliche Fördermittel, als diese an Steuern und Sozialversicherung bezahlen", meinte Geschäftsführer Werner Bleidt. Insofern sei die Beschäftigung sogar volkswirtschaftlich kostenneutral.
Jörg Röder vom Integrationsfachdienst des Diakonischen Werks Westerwald stellte seine Einrichtung als erfolgreichen Helfer für schwerbehinderte Menschen bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz vor.
Er regte an, den Service für Arbeitgeber bei der möglichen Einstellung behinderter Menschen zu verbessern. Als Teamleiter Reha bei der Agentur für Arbeit in Montabaur verwies Thomas Becker auf 1200 von der Agentur zu betreuende Rehabilitanden - bei derzeit steigenden Arbeitslosenzahlen in der Region.
So komme es leider häufig zur Trennung von leistungsgeminderten Beschäftigten, darunter auch schwerbehinderte Menschen.
Seit Mai 2008 kümmert sich die "virtuelle Werkstatt" (Viweca) der Caritaswerkstätten Westerwald / Rhein-Lahn um die Vermittlung von Beschäftigten der WfbM in Aussenarbeitsplätze. Mit Hilfe des "Budget für Arbeit" sei in bisher zehn Fällen auch eine Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelungen, so Leiter Roland Fleck.
Otmar Schneider, Bereichsleiter bei der AWO-Gemeindepsychiatrie, stellte die inzwischen aus zehn Filialen bestehende Kette von Dorfläden vor.
Alle bieten sie ein komplettes Grundsortiment und übernehmen in den Gemeinden häufig eine Funktion als Dorftreffpunkt. Weitere Läden sind bereits geplant: "Eine Ortsgemeinde im Kreis baut sogar einen neuen Laden, den wir dann nach Fertigstellung betreiben;" stellte Schneider erfreut fest.
Die in der Baubranche tätige Firma Mosch & Baumann GmbH in Kaden hat nach erfolgreichem Praktikum einen psychisch kranken Mitarbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Das rechnet sich für das Unternehmen nur mit einem Ausgleich für die krankheitsbedingte Minderarbeit," so Inhaber Klaus Dieter Mosch. Er schilderte auch die im Arbeitsalltag oft durch hohen Termindruck verursachten Probleme für den psychisch kranken Mitarbeiter.
Nachdem auch Angehörige und Menschen mit Psychiatrieerfahrung zu Wort gekommen waren, soll nun ein Strategiekonzept erarbeitet werden.
An Mitarbeit Interessierte sind zu einem Folgetermin am Montag, dem 22. Februar, 18 Uhr im Cafe Vogelhaus willkommen.
Info bei Uli Schmidt:
öeinkunst-mons-tabor.de
30.01.2010
Kreativ im Ehrenamt - Gemeinschaftsraum der AWO Gemeindepsychiatrie verwandelt sich in Kunstgalerie
Am Beispiel einer Malgruppe wird bei der AWO in Bad Marienberg ein positives Fazit über den Zusammenhang von Aufgaben, Beschäftigung und Normalität gezogen. Wenn Freizeitangebote mit innerer Überzeugung wahrgenommen werden, führen sie nachhaltig zum Erfolg.
WZ.:Bad Marienberg. Nach dem Motto "Ein Augenschmaus für jedermann" verwandelt sich jeden zweiten Samstag der Gemeinschaftsraum der AWO Gemeindepsychiatrie in eine kleine Kunstgalerie. Dafür sorgen sechs Teilnehmer einer Malgruppe, die Christel Wiesner 2002 während ihrer aktiven Tätigkeit bei der Stiftung Geisberg ins Leben gerufen hat. Ebenso wie der Verein gemeindenaher Psychiatrie unterstützt die Stiftung Geisberg unter anderem die Umsetzung von Freizeitangeboten. Wiesner übt ihre Tätigkeit gemeinsam mit Karin Heyer, einer früheren Mitarbeiterin der AWO, ehrenamtlich aus.
Die beiden Hobbymalerinnen haben Erfahrung und Geduld, um ihre Fähigkeiten weiterzuvermitteln.
Flure und Zimmer des Wohnheims sind schon mit den Kunstwerken der Gruppe geschmückt. Einige überzeugen so sehr, dass sie schon an Wettbewerben und externen Ausstellungen teilgenommen haben. Als eines der Nachwuchstalente ist Katja Lenz froh darüber, dass sie sich auf diesem Wege kreativ ausdrücken können:"Alleine hätte ich mich nie hingesetzt und gemalt - schon gar nicht nicht mit so einem Ergebnis." Das abstrakte Gemälde, an dem Lenz momentan arbeitet, wird bald eine der Wohngruppen verschönern.
Die Idee zu der Malgruppe ist es, seine Freude für bestimmte Lebensbereiche zu entdecken. Neben der Malgruppe werden Exkursionen in die Natur, sportliche und gesellschaftliche Ereignisse sowie eine Spinngruppe angeboten. "Die Bewohner blühen richtig auf", freut sich Doreen Schuy von der AWO: "Das Leben bekommt Struktur, die Leute stabilisieren sich." Auch die Integration in die örtlichen Vereine wird gefördert.
"Es wäre toll", sagt Schuy, wenn das Angebot an Freizeitaktivitäten noch erweitert werden könnte.
Wer weitere Ideen hat und sich ehrenamtlich für die Bewohner engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu informieren.
Infos bei Doreen Schuy unter 02661 / 7955940
22.01.2010
Hilfe für eine Risikogruppe - Forum:Chancen für psychisch Kranke verbessern
Das "Forum Soziale Gerechtigkeit" nimmt sich jetzt einer speziellen Personengruppe an. Es will sich dafür einsetzen, mehr Arbeitsplätze für psychisch kranke Menschen zu schaffen.
WZ.:Westerwaldkreis. Menschen mit psychischen Erkrankungen sind auch im Westerwald eine Hochrisikogruppe auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Erwerbslosigkeit liegt deutlich über dem Durchschnitt. Viele sind arbeitslos oder finden nur eine Beschäftigung in einer "Werkstatt für behinderte Menschen".
"Wie können die beruflichen Teilhabechancen für psychisch kranke Menschen im Westerwald verbessert werden?"
Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt
das "Forum Soziale Gerechtigkeit" im Westerwald. Alle Interessenten sind daher am Mittwoch, 10. Februar, um 19 Uhr zum Treffen in der Integrationsfirma "Cafe Vogelhaus" in Montabaur am Konrad-Adenauer-Platz eingeladen.
Mehrere fachkundige Referenten aus dem Umfeld des Arbeitsmarkts und der praktischen Arbeit mit psychisch kranken Menschen werden ihre Sicht vortragen. Uli Krüger von der bundesweit tätigen "Aktion Psychisch Kranke" (APK) aus Bonn und Werner Bleidt von der Integrationsfirma "BEST" aus Boppard sind zu Gast. Vorgestellt wird auch die Dorfladenkette der AWO-Gemeindepsychiatrie Westerwald als innovatives Arbeitsplatzangebot. Auch ein heimischer Unternehmer, der über Erfahrungen mit der Beschäftigung psychisch kranker Mitarbeiter verfügt, wird berichten. Beteiligt sind zudem die SPD-Kreistagsfraktion, die Arbeitsagentur, der Integrationsfachdienst sowie andere Organisationen und Akteure in der Region, die sich mit dem Thema befassen.
Für die geringen beruflichen Chancen dieses Personenkreises sind Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit ebenso verantwortlich wie eine deutliche Zunahme psychischer Erkrankungen in der Bevölkerung überhaupt.
Diese Situation stellt nicht nur eine Herausforderung für die Betroffenen und ihre Familien, sondern auch für Strategien der beruflichen Rehabilitation und der Verbesserung der Teilhabechancen für diese Menschen dar. Das "Forum Soziale Gerechtigkeit" will mit seiner Initiative und möglichst weiteren Aktionen dazu beitragen, das Arbeitsplatzpotential für psychisch Erkrankte zu verbessern.
Weitere Infos zur Veranstaltung und zum "Forum Soziale Gerechtigkeit" gibt es bei Uli Schmidt in Horbach,
Tel.: 06439 - 909227 oder per E- Mail
Die Weberinnen gastieren am 26. Februar 2010 in Neuwied
Gabi Weber-Körner, die rheinische Frohnatur, und Sibylle Clement als ihr Counterpart aus dem Schwäbischen zeigen auch in diesem Programm ihre Fähigkeit, gesellschaftliche und politische Entwicklungen aus Sicht der Frau auf der Straße mit Witz und augenzwinkernd darzustellen.
Raus aus Hartz IV, rein in den Arbeitsmarkt! Die Frage ist nur, wie? Ideen müssen her: Oma-Service, Ölbohrinsel, Hundesitting? Wie verkauft man Unterwäsche in Übergrößen? Hat Handwerk goldenen Boden? Ist eine reiche Heirat doch die bessere Lösung? In gewohnt kecker und spöttischer Manier, sparsam schwäbisch und großzügig rheinisch führen die Weberinnen durch die Höhen und Tiefen im Reich der Angela Merkel und ihrer schwarz-gelben Koalition. Die Weberinnen gastieren auf Einladung des Frauenbüros der Stadt Neuwied, der Katholischen Frauengemeinschaft Neuwied und des Cafe Kis am Freitag, 26. Februar um 20 Uhr im Elli-Schneider-Saal des Cafe Kis, Heddesdorfer Straße 18. (Arbeiterwohlfahrt).Hier gibt es auch die Karten zum Preis von 10 Euro.
Infos erhält man bei Sandra Thannhäuser,
Frauenbüro Neuwied, unter der 02631 / 802234,
oder im Cafe KIS unter der 02631 / 353533 .
28.01.2010
AWO-Mitarbeiter sind jetzt zertifizierte Job-Promoter
Fortbildung nach amerikanischem Modell erfolgreich absolviert
WZ.: Bad Marienberg. Mit ihren vielen Berührungspunkten zur Arbeitswelt kann die AWO Gemeindepsychiatrie jetzt auf frisch geschultes Wissen bauen. Aus den Standorten Neuwied, Bad Ems, Hachenburg, Montabaur und Bad Marienberg haben fünfzehn Mitarbeiter (von insgesamt 174) die Fortbildung zum Job-Promoter erfolgreich abgeschlossen.
Damit gehören sie zu den rund vierhundert zertifizierten Job-Promotoren, die es zur Zeit in Deutschland gibt.
Bildungspartner war das IUK-Institut in Dortmund. In der Zeit von März bis Oktober 2009 absolvierten die AWO-Mitarbeiter insgesamt acht, jeweils zweitägige Module.
Dabei geht es nicht nur um Jobsuchende, sondern auch um die schulische Integration beeinträchtigter Kinder.
Denn zu den Kernelementen gehört es, dass ein Job-Promoter die Stärken des Klienten erkennt, sie dem Betreffenden bewusst macht für seinen Weg:"Es geht nicht um Defizite", sagt IUK-Geschäftsführerin Dr. Barbara Weissbach, "sondern um positive Ansätze".
Anwendung findet das Gelernte etwa im Programm "Perspektive 50 plus". Das Methodenwissen hilft zum Beispiel bei den Eingangsinterviews", sagt Mitarbeiter Florian Isenberg. Für Geschäftsführer Frank Kröller hat das Zertifikat noch eine weitere Bedeutung:"Wir erhoffen uns Vorteile bei öffentlichen Ausschreibungen."
28.01.2010
Ältere für die Jobsuche motivieren
Seit Oktober finanziert die ArGe die Maßnahme "Perspektive 50 plus" - AWO betont Gesundheitsaspekt
WZ.:Das Krisenjahr 2009 trübte vor allem bei Langzeitarbeitslosen die Hoffnung auf einen Neustart.
Für ältere ALG II - Empfänger gibt es jedoch ein Sprungbrett und mancher Wunsch stützt sich auf den ersehnten Aufschwung 2010.
Fast jeder vierte Erwerbslose im Westerwaldkreis ist 50 Jahre oder älter. Wer länger ohne Job ist, gerät automatisch in die "Hartz IV" genannte Grundsicherung.
Ende 2005 erfand die Bundesregierung für die ältere Klientel die "Perspektive 50 plus-Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen".
Einer von vier Maßnahmeträgern ist die Gemeindepsychiatrie der Arbeiterwohlfahrt aus Bad Marienberg.
Laut Hans Peter Krämer sind gegenwärtig 480 der älteren Langzeitarbeitslosen in einer besonderen Betreuung.
"Um 400 von ihnen kümmern sich unsere Fachkräfte der ArGe, jeweils zwanzig durchlaufen die dreimonatige Präsenzphase bei den Maßnahmeträgern", erklärt der Geschäftsführer der ArGe Westerwald. An dieses Vierteljahr, das keineswegs nur der Jobvermittlung dient, schließt sich eine ebenfalls dreimonatige Coachingphase an. AWO Mitarbeiter Florian Isenberg weiss, wie wichtig es ist, auch bei diesen Einzelterminen motivierend zu wirken, Bewerbungsbemühungen zu fördern und Chancen auf dem Arbeitsmarkt auszuloten. In Einzelfällen kann sich eine zweite Coachingphase anschließen.
Gerlinde Kaiser-Schäfer leitet die AWO-Maßnahme in Hachenburg; eigens für "50 plus" wurden Räume in den Ferderer-Hallen gemietet und mit Computern ausgestattet.
Zu Jahresbeginn hat die zweite Gruppe mit der Präsenzphase begonnen. Die von der ArGe zugewiesenen Frauen und Männer sehen das werktägliche Programm als Chance. Immerhin fünf Teilnehmer der letzten Gruppe konnten in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis übernommen werden.
"Verweigerer haben wir bislang nicht", sagt Florian Isenberg:"Nicht wenige der Hartz IV-Empfänger führen ein recht einsames Leben, hier finden sie sozialen Austausch, die Gruppe schafft Kontakte.
Neben Bewerbertraining, PC-Schulung und Vorträgen umfasst das AWO Konzept auch Elemente von Gruppendynamik und gesundheitsrelevantem Training: "Wer fit ist, findet leichter einen neuen Job." Auf positive Resonanz stießen etwa Autogenes Training, Massage mit Klangschalen, Muskelentspannung, Gedächtnistraining, Gespräche mit Psychologen und Nordic Walking.
Für Frank Kröller, Geschäftsführer der AWO Gemeindepsychiatrie, lässt sich aus diesem Ansatz ablesen, dass hier die Teilnehmer nicht auf Jobsuche reduziert werden:"Es geht um Selbstbewusstsein, Bildung und die Erfahrung, einen Kollegenkreis zu haben." Mario Isack, der "Kümmerer" der ArGe, pflichtet gerne bei:"Das Konzept dieser Maßnahme nimmt die Lebensumstände mit, betont die Stärken des Einzelnen, selbst wenn die berufliche Integration das wichtigste Ziel bleibt."
Wegen bundesweit guter Ergebnisse der Maßnahme glaubt auch Hans Peter Krämer an den Fortbestand von "50 plus", wenn es die ArGen ab 2011 nicht mehr gibt.
22.01.2010
Über den richtigen Umgang mit Holz informiert
Beratungsabend im Cafe Vogelhaus in Montabaur stieß auf großes Interesse
Westerwälder Leben. Montabaur. Holz heizt. Das wussten schon die Urmenschen. Wie heute mit modernen Heizkesseln oder Kaminöfen richtig geheizt wird, darüber konnten selbst erfahrene Hobby-Holzfäller und Brennholz-Fans beim Themenabend im Cafe Vogelhaus viel Neues erfahren.
Guido Bender von OptiServ Montabaur, einer Einrichtung der AWO Gemeindepsychiatrie, begrüßte dazu den Referenten Carsten Frenzel vom Forstamt Rennerod. Frenzel ist bei der Zentralstelle der Forstverwltung für den Bereich der Energieberatung / Biomassemanagement zuständig.
Etwa siebzig Zuhörer interessierten sich für die Details wie etwa Baumarten, Lagerung, Öfen, Anfeuern und Verbrennung, Energiesparen durch Dämmung, die ergänzende Nutzung der Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung, und die Anforderungen der Bundesimmissionsschutzverordnung.
Holz wird am besten in der Zeit von November bis Februar - ausserhalb der Wachstumsphase - eingeschlagen. Es sollte gleich auf Ofenlänge geschnitten und fein gespalten werden. Der Umfang eines Holzscheites sollte zwischen zwanzig und dreissig Zentimeter betragen.
So trockne das Holz schneller und könne bereits im Herbst des nächsten Jahres verheizt werden.
Gelagert wird am besten auf festem Untergrund unter einem Dach mit mindestens zwanzig Zentimeter Abstand vom Boden.
Ausreichender Schutz vor Schlagregen und Spritzwasser und gute Hinterlüftung verhindern Pilzbefall.
Werden mehrere Reihen hintereinander aufgesetzt, muss dazwischen bis zu zehn Zentimeter Abstand liegen.
Vor dem Verbrennen sollte man jeweils einen Tagesvorrat zum Verfeuern und einen Tagesvorrat zum Nachtrocknen neben dem Ofen lagern.
Holz ist ofentrocken, wenn der Wassergehalt unter zwanzig Prozent liegt. Ein Wassergehalt von zwanzig Prozent entspricht einem Feuchtegehalt von etwa fünfundzwanzig Prozent.
Der Heizwert von Brennholz hängt von der Baumart ab. Bezogen auf einen Raummeter ofentrockenes und gestapeltes Meterholz liegen Eiche, Robinie und Esskastanie mit einem Heizwert von zweitausendeinhundertfünfzig Kilowattstunden an der Spitze. Das entspricht zweihundertfünfzehn Litern Heizöl. Die heimische Buche bringt es auf 2100 kWh, Birke auf 1900 kWh und Fichte auf 1500 kWh.
Bezieht man den Heizwert auf das Holzgewicht, so liegt der Heizwert von Nadelhölzern sogar leicht über dem der Laubhölzer. Allerdings brennen sie auch schneller ab.
Die häufig verbreiteten Nachteile von Nadelhölzern wie verrußte Öfen und Kaminzüge oder gar erhöhte Kaminbrandgefahr seien Vorurteile und leicht zu widerlegen. "Es kommt nur auf die richtige Handhabung an", meint Frenzel. So legt man zum Anzünden kreuzweise vier kleine Fichtenhölzer und in Wachs getränkte Holzwolle auf das darunter liegende Brennholz.
Dadurch werden Rauch und Schadstoffe vermieden.
Bei den Öfen gilt, dass Qualität auch etwas kostet.
18.01.2010
Kleines Dorf, große Aktivität
Der 450-Seelen-Ort Oberwambach hat Läden, Gaststätten und ein reges kulturelles Leben
RZ.: Ein schönes und lebenswertes Dorf ist Oberwambach. Es gibt kleine Bauernhöfe, tolle Fachwerkhäuser, eine schöne Kirche und ein aktives Dorfleben.Dafür sorgen nicht nur der Frauen- und der Männerchor. Ein großer, weithin bekannter Kulturträger sind auch die 1991 gegründeten Jugendfreunde Oberwambach, so Ortsbürgermeister Achim Ramseger.
Besonders stolz sind die "Wannmicher" darauf, dass es im Dorf noch ein Lebensmittelgeschäft gibt. Betrieben wird der Dorfladen mitten im Ort von der AWO. Für Speisen und Getränke im bereits zubereiteten Zustand sorgen eine Gaststätte und eine Pizzeria. Arbeitsplätze gibt es zudem in einer Getränkegroßhandlung. Schreinerei, Bäckerei, Fußbodenfirma etc.
16.Dezember 2009
Als Experten in eigener Sache aktiv - Behinderte Menschen wollen genauso leben wie Nichtbehinderte
Lokalanzeiger.: Westerwaldkreis. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen muss auch im Westerwald zur Selbstverständlichkeit werden.
Kreisbereisung des rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten Ottmar Miles-Paul auf Einladung des "Forum Soziale Gerechtigkeit". Gemeinsam mit Forumsprecher Uli Schmidt war der Mainzer Gast nach fünf Besuchsterminen und vielen Gesprächen überzeugt: "Ein Kreisbehindertenbeirat kann zur Umsetzung der Ziele sehr hilfreich sein!"
Zunächst standen Ortstermine im als Integrationsfirma geführten "Stadtladen" der AWO-Gemeindepsychiatrie in Höhr-Grenzhausen sowie der virtuellen Werkstatt "ViWeca" der Caritaswerkstätten Westerwald/Rhein-Lahn auf dem Programm.
Es folgte ein Besuch einer Wohngemeinschaft für behinderte Menschen in Montabaur und ein ausführliches Gespräch mit den fünf jungen Bewohnerinnen und Bewohnern.
Die vierte Station führte die Besuchergruppe ( der sich inzwischen auch MdL Harald Schweitzer angeschlossen hatte) zur Bezirksgeschäftsstelle der AOK in Montabaur. Dort ging es allerdings nicht darum, was die "Gesundheitskasse" gegen de Krankheiten tut, sondern allein um die Barrierefreiheit des Dienstgebäudes.
Zu einer abschließenden öffentlichen Informationsveranstaltung waren viele Interessenten in den großen Sitzungssaal des Kreishauses gekommen - viele davon Angehörige behinderter Menschen sowie Vertreter von Verbänden und Einrichtungen. Moderiert von Uli Schmidt entwickelte sich nach einleitenden Worten des Behindertenbeauftragten und von Matthias Rösch, Referatsleiter Gleichstellung und Selbstbestimmung / Barrierefreiheit im Mainzer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen zur Politik
des Landes für behinderte Menschen eine
ermutigende Diskussion.
"Wichtig ist", so Rösch, "dass viele behinderte Menschen im Westerwald als Experten in eigener Sache aktiv werden und sich für ihre Rechte einsetzen." Ein Teilnehmer meinte dazu: "Wir müssen künftig mit einer Stimme reden, die behinderten Menschen im Kreis und ihre Angehörigen und Betreuer müssen besser vernetzt werden um mehr zu erreichen!" Es folgte ein vielfacher Appell zur Gründung eines Kreisbehindertenbeirates.
Wichtig auch seien die Sicherstellung einer Assistenz bei Krankenhausaufenthalten, passgenaue Wohnangebote ausserhalb grosser Heime, die Integration in Schule und Kindertagesstätte sowie die Sprachförderung bei Kindern.
"Behinderte Menschen wollen genau so leben wie nichtbehinderte Menschen!" Miles-Paul rief am Ende eines überaus erkenntnisreichen Tages dazu auf, die Betroffenen dabei zu unterstützen. Uli Schmidt rief abschließend für das auf Initiative der SPD-Kreistagsfraktion gegründete "Forum Soziale Gerechtigkeit" dazu auf, die UN-Behindertenrechtskonvention im Westerwaldkreis umzusetzen und sagte Unterstützung dabei zu:"Wir haben heute keine Probleme gelöst, aber deren viele erkannt, die auf eine Lösung warten," so Schmidt.
14.12.2009
Kranke knacken Nüsse - Bürger zu Frucht-Spenden aufgerufen
RZ.: Kreis Neuwied. "Wie können wir die Arbeitstherapie für unsere Klienten interessanter und abwechslungsreicher gestalten?" Das fragten sich die Mitarbeiter der Tagesstätte für psychisch kranke Erwachsene in Neuwied. Dann hörten die Ergotherapeuten von einer rheinhessischen Tagesstätte, die für eine ortsansässigen Ölmühle Walnüsse knackt. Daraus wird dann wertvolles Öl gepresst.
"Das ist eine einfache Dienstleistung, Zeitdruck entsteht auch nicht, das können wir hier auch machen", dachten sich die Therapeuten. Die anschließende Recherche brachte einen kooperationsbereiten Ölmüller im vorderen Westerwald zutage.
Es könnte also losgehen. Da die Tagesstätte natürlich keine eigenen Plantagen hat, bittet sie Baumbesitzer und Menschen aus dem Neuwieder Umland, die Nüsse übrig haben, diese der Tagesstätte zu spenden. Größere Mengen können nach telefonischer Absprache auch abgeholt werden:
Tagesstätte der AWO-Gemeindepsychiatriegemeinnützige GmbH
Heddesdorfer Straße 18, 56564 Neuwied Tel::02631 - 353533